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Iran kritisiert USA: "Diskriminierung höchster Stufe"
Iran hat nach der erfolgten Visa-Erteilung für seine Fußball-Nationalmannschaft zur WM-Reise nach Nordamerika scharfe Kritik an den US-Behörden geäußert. "Sie haben die willkürliche und diskriminierende Behandlung des iranischen Teams auf die höchste Stufe gehoben", schrieb die iranische Botschaft in der Türkei im Netzwerk X in einer Reaktion auf eine Aussage des US-Botschafters Tom Barrack, der die erteilte Einreise-Genehmigung bestätigt hatte.
"Warum erwähnen Sie nicht, dass einem Großteil des Management- und Führungspersonals, der technischen Berater und anderer wichtiger Mitglieder verweigert wurden, die integraler Bestandteile jeder Nationalmannschaft sind?", hieß es in dem Statement.
Barrack hatte am Freitag ebenfalls bei X die US-Botschaft überschwänglich für ihr Vorgehen in der Causa Iran gelobt. "Ich bin stolz auf unser hervorragendes Team der US-Botschaft in Ankara, das die Visa für die iranische Nationalmannschaft auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten bearbeitet hat", erklärte er in Bezug auf einen Medienbericht, demzufolge die iranischen WM-Spieler die Einreisevisa für die USA erhalten haben.
Drei Tage zuvor hatten die Iraner bereits ihre Visa für Mexiko bekommen. Bislang befand sich die Mannschaft im Trainingslager in der Türkei.
Das Turnier beginnt am Donnerstag kommender Woche. Sein erstes WM-Spiel soll Iran am 15. Juni in den USA gegen Neuseeland bestreiten. Am Samstag war ein Flug nach Spanien geplant, bevor es von dort aus weiter zum Turnier-Quartier in Tijuana nach Mexiko gehen soll.
Ursprünglich hatte die Mannschaft ihr Camp in Tucson/Arizona geplant, dieses wurde dann nach Mexiko verlegt. Die drei Vorrundenspiele finden aber in den USA statt.
Die beiden Länder befinden sich im Kriegszustand, seit die USA und Israel Ende Februar begannen, den Iran zu bombardieren.
T.Wright--AT