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"Kindheitstraum": Wunderkind Seixas startet bei der Tour
Keine Angst vor der größten Bühne: Das französische Toptalent Paul Seixas will im Sommer erstmals an der Tour de France teilnehmen. Das bestätigte der erst 19 Jahre alte Radprofi in einem Video, das sein Team Decathlon – CMA CGM in den Sozialen Netzwerken veröffentlichte. Die Tour startet in diesem Jahr am 4. Juli in Barcelona.
"Es ist mein Kindheitstraum, etwas, das ich mir oft vorgestellt habe, und jetzt ist er zum Greifen nah", erklärte Seixas - und lancierte gleich eine Kampfansage an Tadej Pogacar, Florian Lipowitz und Co: "Es entspricht nicht meiner Mentalität oder meiner Vision vom Radsport, bei der Tour de France nur an den Start zu gehen, um Erfahrung zu sammeln. Ich bin erst 19, aber das Alter ist weder ein Hindernis noch eine Ausrede." Er sei "bereit" und werde sich "ehrgeizige Ziele setzen".
Seixas hatte zuletzt trotz seines jungen Alters für Furore in der Weltspitze gesorgt. Nach beeindruckenden Siegen bei der Baskenland-Rundfahrt sowie beim Flèche Wallonne in Belgien musste sich der Shootingstar zuletzt beim Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich nur dem Dominator Pogacar geschlagen geben.
Pogacar lobte seinen designierten Nachfolger anschließend in den höchsten Tönen. "Wir werden weiter hart arbeiten, in den nächsten Jahren so viel wie möglich zu gewinnen, bis er alle zerstört", sagte der Slowene über Seixas: "Dass Paul bereits mit 19 Jahren in einem so großen Feld auf so hohem Niveau mithalten kann, motiviert alle anderen, weiter daran zu arbeiten, sich zu verbessern."
Seixas wird am Tag der ersten Etappe 19 Jahre, 9 Monate und 10 Tage alt und damit der jüngste Teilnehmer der Rundfahrt seit Adrien Cento 1937 sein. In der jüngeren Vergangenheit wurden selbst die größten Talente häufig nicht in den ersten Karrierejahren bei der Frankreich-Rundfahrt an den Start geschickt. Pogacar etwa gab sein Debüt im Alter von 22 Jahren und gewann dabei gleich die Gesamtwertung.
Der interne Erfolgsdruck auf Seixas dürfte sich in diesem Jahr noch in Grenzen halten, die Aufmerksamkeit aber wird riesig sein. Seit 41 Jahren warten die radsportbegeisterten Franzosen auf einen Sieger aus dem eigenen Land. 1985 triumphierte Bernard Hinault.
E.Hall--AT