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Gladbach gelingt Befreiungsschlag
Aufatmen bei Eugen Polanski: Borussia Mönchengladbach hat seinen freien Fall in der Fußball-Bundesliga mit einem Arbeitssieg gestoppt. Die im Abstiegskampf steckenden Fohlen bezwangen Union Berlin spät mit 1:0 (0:0), damit sitzt auch Trainer Polanski wieder fester im Sattel.
Kevin Diks (90.+4, Foulelfmeter nach Videobeweis) traf für die überlegene, vorne aber lange Zeit zu harmlose Borussia, die zuvor siebenmal in Folge nicht gewonnen hatte und in der Tabelle durchgereicht worden war. Union bleibt trotz der Niederlage im gesicherten Mittelfeld.
"Am Ende zählt nur das Ergebnis", hatte Polanski vor dem Spiel gesagt - und direkt Mut bewiesen: Der Gladbach-Coach machte den 17 Jahre alten Offensivspieler Wael Mohya zum jüngsten Startelf-Debütanten der Vereinsgeschichte. Auch Polanskis Mannschaft begann forsch und nahm nach vorsichtigem Beginn das Heft in die Hand.
Einziges Manko blieb die Chancenverwertung. Einen Kopfball von Haris Tabakovic lenkte Frederik Rönnow gekonnt über die Latte (18.), aus der folgenden Druckphase machte die Borussia zu wenig. Akzente setzen konnte dabei auch Mohya. Der Youngster, 2025 mit Borussias U17 deutscher Meister, ließ sein Können immer wieder aufblitzen.
Bis zur Pause nahm der Unterhaltungswert für die 52.488 Fans wieder deutlich ab. Borussias Schwung war verpufft, Union schloss seine wenigen Konter zu ungenau ab. Erst in der Nachspielzeit vergab auch Diks (45.+2) aus vier Metern. Polanski klatschte beim Pausenpfiff dennoch zufrieden in die Hände, 10:2 Torschüsse gaben ihm recht.
Union kam etwas bemühter aus der Kabine, mehr vom Spiel hatte aber weiter die Borussia. Das Problem: Spätestens am Strafraum war wie schon in den vergangenen Wochen Endstation. Folge waren zunehmend Versuche aus der Distanz wie von Philipp Sander (56.) und Jens Castrop (60.). Darunter litt auch das Niveau der immer umkämpfteren Begegnung. Zumindest die Gladbach-Fans peitschten ihre Elf aber weiter nach vorne.
Ein vermeintlicher Treffer von Diks sorgte dann auch für Ekstase - doch der VAR griff ein, da Rocco Reitz in der Entwicklung des Tores im Abseits stand. Borussia reagierte wütend, aber zunehmend verzweifelt. Doch dann gelang die späte Erlösung dank Diks.
A.Moore--AT