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Boom für DHB-Frauen um Kapitänin Döll? "Absoluter Wunsch"
Einen ähnlichen Hype entfachen wie einst die deutschen Fußball-Frauen? Das wäre so ganz nach dem Geschmack von Deutschlands Handballerinnen vor dem Start ihrer Heim-WM. Ein Finaleinzug mit ganz viel Aufmerksamkeit wie die Fußballerinnen bei der EM 2022 in England wäre "ein absoluter Wunsch", sagte DHB-Kapitänin Antje Döll dem SID: "Wir geben unser Bestmögliches dafür."
Die deutsche Mannschaft setzt darauf, "dass wir die Leute in den Hallen begeistern, dass wir die Leute vor dem Fernseher begeistern - dass wirklich so ein Boom ausgelöst wird", sagte Döll. Der Weg aus dem Schatten des Männersports sei ein beschwerlicher, noch immer klaffen auch im Handball große Lücken. Diesen Kampf geht die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bei ihrem Heimturnier nun umso energischer an - am Mittwoch (18.00/Sporteurope.TV) will das DHB-Team im Auftaktspiel gegen Island ein erstes Ausrufezeichen setzen.
"Wir wollen jedes Spiel gewinnen - das haben wir in petto", sagte Döll. Zum ersten Mal führt die 37-Jährige das Team bei einem Turnier als Spielführerin auf das Feld, ihre Ziele sind auch abseits der Jagd nach der ersten WM-Medaille seit 2007 groß. Die Auswahl wolle auch "den Frauen-Handball pushen, wir wollen junge Mädels in die Halle bekommen, wir kämpfen auch für Gleichberechtigung und Gleichstellung", erklärte sie mit Nachdruck, schließlich sei dies "nicht nur ein Thema in unserer Sportart".
Die Vorfreude auf die kommenden Tage sei in jeglicher Hinsicht "absolut zu spüren", sagte Döll, sie sei "wahnsinnig stolz, diese tolle Mannschaft aufs Feld führen zu dürfen". Weitere Vorrundengegner neben Island sind Uruguay am Freitag und Serbien am Sonntag (jeweils 18.00 Uhr).
T.Wright--AT