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Kobel nach spätem Ausgleich sauer: BVB nicht "erwachsen" genug
Gregor Kobel war stinksauer. "Wir müssen cooler und abgeklärter das Spiel zu Ende bringen, das müssen wir erwachsener spielen", sagte der Torhüter von Borussia Dortmund nach dem spektakulären 4:4 (0:0) zum Champions-League-Auftakt beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin bei Prime Video. Er sei "angepisst", gab der Schweizer zu.
4:2 hatte der BVB geführt, als die Nachspielzeit begann. Alles sah nach einem Traumstart in die neue Saison der Königsklasse aus. Doch dann gaben die Dortmunder den Sieg noch aus der Hand, weil Dusan Vlahovic (90.+4) und Lloyd Kelly (90.+6) noch den Ausgleich erzielten. "Wir haben so ein geiles Spiel gemacht", sagte Kobel, "wir müssen das gewinnen."
Trainer Niko Kovac hatte Verständnis für die harschen Worte seinen Keepers, obwohl er seiner Mannschaft ein hervorragendes Auswärtsspiel attestierte. "Was nicht gut war, waren die letzten Minuten. Das ist es, was wehtut." Dann habe sein Team wirklich nicht erwachsen genug gespielt: "In der Nachspielzeit darf der Ball nicht mehr im Spiel sein, das darf nicht mehr passieren. Da müssen wir auf jeden Fall zulegen."
Dass es vor dem Handelfmeter, den Ramy Bensebaini (86.) verwandelte, hitzige Diskussionen über den Schützen gegeben hatte, nahm Kovac gelassen. "Es war festgelegt, dass Ramy schießt", erklärte er. Doch Serhou Guirassy, der den Elfmeter herausgeholt hatte, wollte antreten. "Ich verstehe das natürlich", sagte Kovac, "aber alles gut. Da machen wir keinen Elefanten aus einer kleinen Mücke."
W.Moreno--AT