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Darts-WM: Littler folgt van Gerwen ins Finale
Das Traum-Finale steht: Wunderkind Luke Littler ist dem dreimaligen Champion Michael van Gerwen bei der Darts-WM mit einer Machtdemonstration ins Endspiel gefolgt. Gegen seinen Landsmann Stephen Bunting setzte sich der Engländer mit 6:1 durch und steht bei seiner zweiten WM-Teilnahme erneut im Finale. Zuvor hatte der Niederländer van Gerwen sein Halbfinale gegen Chris Dobey ebenfalls dominant mit 6:1 für sich entschieden.
Nach seiner Finalniederlage im vergangenen Jahr gegen Luke Humphries will sich der 17 Jahre alte Littler am Freitagabend (21.00 Uhr/Sport1 und DAZN) im zweiten Anlauf die Sid-Waddell-Trophy und das Preisgeld in Höhe von 500.000 Pfund (ca. 581.000 Euro) sichern.
Vor Turnierstart hatte sich ein Endspiel zwischen van Gerwen und Littler oder Humphries als Traum-Finale herauskristallisiert. Nach dem Aus des Titelverteidigers gegen Peter Wright im Achtelfinale war die Bahn für Littler frei.
Daran konnte auch Bunting nichts ändern. Seine anfängliche Nervosität legte der 39-Jährige zwar schnell ab, konnte Littler auf seinem vorgezeichneten Weg ins Finale aber kaum bremsen. Der Weltranglistenvierte überzeugte mit 13 Aufnahmen über 180 Punkte, einem Dreidart-Durchschnitt von 105,48 und einer Doppel-Quote von rund 45 Prozent.
Littler startete traumhaft in die Partie, sicherte sich die ersten drei Sätze samt High-Finish über 158 Punkte und zahlreichen Legs mit lediglich vier Aufnahmen. Bunting versuchte bestmöglich mit der Weltklasse von "The Nuke" ("Die Atombombe") mitzuhalten, bekam seine Grenzen aber schlussendlich deutlich aufgezeigt.
Mit seinem ersten Matchdart machte Littler den Einzug ins Finale und das Duell mit dem Weltranglistendritten van Gerwen perfekt.
Der Niederländer, der zum siebten Mal im Endspiel steht, hat derweil seinen vierten Triumph im Ally Pally vor Augen. Seinen letzten WM-Titel feierte van Gerwen 2019. Mit einem Dreidart-Durchschnitt von 98,84 Punkten und einer Doppel-Quote von knapp 43 Prozent dominierte der Niederländer die Partie souverän und ließ dem schwachen Dobey keine Chance.
"Man muss sich sagen, dass der Titel noch weit weg ist. Ich will keine Fehler machen", sagte van Gerwen im Anschluss: "Ich bin erst im Finale. Ich habe noch verdammt noch mal gar nichts gewonnen. Also muss ich sicherstellen, dass ich es im Finale schaffe."
Den ersten Satz sicherte er sich problemlos, beim zweiten profitierte er von drei ausgelassenen Satzdarts seines Kontrahenten. Dobey fand zwar nur kurz, dafür aber beeindruckend in die Partie: Mit dem höchstmöglichen Finish über 170 Punkte und einem weiteren Finish über 108 Punkte verkürzte er auf 1:2 und zündete den stimmungsgeladenen Ally Pally an. Doch van Gerwen übernahm schnell wieder die Kontrolle, gab keinen weiteren Satz mehr ab und legte den Grundstein für das Traum-Finale.
O.Gutierrez--AT