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Hegerberg: Frauen kämpfen noch immer um Mindestbedingungen
Norwegens Superstar Ada Hegerberg sieht Fußballerinnen im Kampf um Gleichberechtigung in einer kraftraubenden Zwickmühle. "Wir sollten uns darauf konzentrieren, unser Bestes zu geben, wir sollten uns nicht mit all diesen Problemen herumschlagen müssen, aber das ist die Realität, in der wir uns befinden", sagte die Stürmerin vor dem WM-Start dem Guardian: "Wir werden jahrelang über diese Probleme sprechen müssen, bevor wir etwas ändern können."
Veränderungen seien unmöglich, "wenn die Frauen nicht aufstehen. Das haben wir in so vielen Fällen auch in der Gesellschaft gesehen." Entsprechend müssten die Fußballerinnen "zusammenhalten und sicherstellen, dass wir verdammt noch mal Leistung bringen, denn ohne Leistung ist es auch schwer, etwas zu verändern."
Aus Protest gegen ihren Verband hatte sich Hegerberg fünf Jahre lang geweigert, für das norwegische Nationalteam zu spielen. "Heute sieht man, dass es viele, viele verschiedene Nationalitäten gibt, die mit denselben Herausforderungen zu kämpfen haben und gezwungen sind, Stellung zu beziehen, und dafür habe ich großen Respekt", sagte die Ex-Weltfußballerin: "Ich wünschte, es wäre nicht so."
Dabei spreche sie nicht einmal von "Equal Pay", also gleicher Bezahlung, "sondern von Mindestbedingungen, damit man sich ernst genommen fühlt und tatsächlich die Leistung erbringen kann, die man sich wünscht und die man braucht." Hegerberg trifft mit den Norwegerinnen am Donnerstag (9.00 Uhr MESZ/ARD) im WM-Eröffnungsspiel in Auckland auf Co-Gastgeber Neuseeland.
A.O.Scott--AT