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Aldag nach Hindley-Rückschlag: "Das ist die Realität der Tour"
Beim deutschen Rad-Rennstall Bora-hansgrohe will man die Hoffnung auf eine Podestplatzierung von Kapitän Jai Hindley nicht begraben - trotz zuletzt herber Rückschläge. "Irgendwann kann man dann auch nochmal was riskieren. Nach dem Zeitfahren am Dienstag ist hoffentlich eine Besserung in Sicht", sagte der Sportliche Leiter Rolf Aldag dem SID am zweiten Ruhetag der Tour de France.
"Alles lief supergut bis zum Sturz von Jai Hindley", bilanzierte der 54-Jährige. Der Kapitän des Teams, der bereits einen Etappensieg gefeiert hatte und einen Tag im Gelben Trikot gefahren war, war auf der 14. Etappe gestürzt und anschließend unter Schmerzen im Gesäß weitergefahren. Angeschlagen büßte der australische Giro-Sieger von 2022 seinen zuvor souverän verteidigten Podiumsplatz drei ein. Hindley liegt nun als Gesamtfünfter 1:17 Minuten hinter dem Dritten Carlos Rodriguez (Spanien/Ineos-Grenadiers).
"Da sieht man mal, wie eng alles zusammenliegt. Von alles toll zu 'jetzt wird es verdammt zäh'", sagte Aldag. Zuletzt sei es nur noch darum gegangen, "Zeitverluste zu minimieren".
"Das ist die Realität der Tour, wenn man gesundheitlich nicht bei 100 Prozent ist. Das Podium ist jetzt leider weniger von uns abhängig als von anderen", so der Ex-Profi.
Mögliche Kritik an der Zusammenstellung des Teams, das in Jordi Meeus unter anderem auch über einen Sprinter verfügt, wollte Aldag nicht gelten lassen. "Wir hatten jetzt keine zehn Alternativen", sagte er: "Mir fällt kein einziger Bergfahrer ein, den man noch hätte mitnehmen können."
A.Moore--AT