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Basketball: Schröder kritisiert Mitspieler Kleber
Basketball-Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder hat seinen Teamkollegen Maximilian Kleber mit Blick auf die Nominierung für den finalen WM-Kader öffentlich kritisiert. "Nicht um Maxi auf die Füße zu treten, aber Maxi war letztes Jahr nicht da. Wenn du dich nicht committet hast – das war eigentlich die Message für uns alle – dann bist du nächstes Jahr auch nicht dabei", sagte der Spielmacher der Toronto Raptors im Podcast "Got Nexxt".
Kleber, der mit den Dallas Mavericks ebenfalls in der NBA aktiv ist, hatte die Europameisterschaft im Vorjahr verpasst. Der 31-Jährige hatte sich während der NBA-Saison mit einer Knieblessur herumgeplagt. Nun steht er im erweiterten 18er-Kader für die WM in Japan, Indonesien und auf den Philippinen (25. August bis 10. September), jener wird im Laufe der am 31. Juli startenden WM-Vorbereitung durch Bundestrainer Gordon Herbert noch auf 12 Spieler reduziert werden.
In seiner Kritik ging Schröder auf die Begründung von Klebers EM-Absage ein: "Wenn er sagt, ich unterschreibe meinen Vertrag diesen Sommer, und ich will mit dem Team sein, damit ich noch mehr Geld rausziehen kann, dann verstehe ich das. Aber wenn du zu Gordon Herbert sagst: Ich bin Maxi, und ich will im Sommer Ballhandling trainieren und an meinem Game arbeiten - Maxi, sorry, aber du hast kein Game. Du wirfst in der Corner, du verteidigst. Du bist ein Pick-and-Roll-Spieler. Du bist ja nicht ein Carmelo Anthony. Du brauchst nicht an deinem Game zu arbeiten. Umso älter du wirst, siehst du halt, was deine Stärken sind. Und die versuchst du so krass zu maximieren, dass du solange wie möglich NBA spielen kannst."
Ferner fügte Schröder an: "Für mich ist es so: Also Maxi, an deinem Game arbeiten, dafür kannst du nicht Natio spielen? Das hat mich ein bisschen gestört, muss ich ganz ehrlich sagen. Das habe ich halt nicht gefühlt. Ich bin immer ein gerader, straighter Typ."
Zuvor hatte sich Schröder für eine WM-Nominierung von Jonas Wohlfarth-Bottermann (Hamburg Towers) ausgesprochen, welcher 2022 mit dem Team EM-Bronze geholt hatte. "Ich würde es cool finden, wenn die Föderation sagen würde: Der Typ war letztes Jahr schon da, hat sich committet und wird jetzt belohnt, weil er letztes Jahr schon da war", sagte Schröder.
W.Nelson--AT