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Para-WM: Zweites DBS-Gold durch Kugelstoßer Fischer
Kugelstoßer Yannis Fischer (Stuttgart) hat für die deutschen Para-Leichtathleten bei der WM in Paris die zweite Goldmedaille gewonnen. Der 21 Jahre alte Debütant Fischer siegte in der Klasse F40 der kleinwüchsigen Athleten mit der WM-Rekordweite von 11,43 m und feierte den bisher größten Erfolg seiner Laufbahn.
Einen Tag nach dem goldenen Auftakt für das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) durch die erfolgreiche Titelverteidigung von Weitspringer Leon Schäfer (Leverkusen) gewann die 34 Jahre alte Speerwerferin Frances Herrmann (Cottbus) in der F34-Klasse außerdem wie bei den Paralympics 2021 in Tokio Silber.
T54-Rollstuhlfahrerin Merle Menje (Singen), Doppeleuropameisterin von 2021, musste sich im 800-m-Wettbewerb mit Rang fünf (1:47,06 Minuten) begnügen. Ohne Podestplatz blieben außerdem auf siebten Rängen die Erfurter T35-Sprinterin Isabelle Foerder als Siebte im 200-m-Endlauf (33,84 Sekunden) und die Leverkusenerin Nele Moos im 100-m-Finale der T38-Klasse (13,69).
Fischer, der sich vor dem Iraker Garrah Tnaiash (11,28 m) und Weltrekordler Miguel Monteiro (11,14) aus Portugal durchsetzte, staunte nach der Verbesserung seines deutschen Rekordes um 23 Zentimeter über sich selbst: "Das ist komplett surreal, ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Ich hätte nie gedacht, dass ich so eine krasse Weite im Wettkampf abrufen kann. Ich dachte, alles über elf Meter wäre schön. 11,43 Meter sind absolut heftig."
Der Schwabe ist eines der Toptalente des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) und war bei der Eröffnungsfeier der Generalprobe für die Paralympics 2024 Fahnenträger des deutschen Teams. Bei seinem Titelgewinn blieb der EM-Dritte von 2021 und deutsche Rekordhalter nur noch Zentimeter unter Monteiros Weltrekord.
Herrmann lag mit ihrer Saisonbestweite von 17,74 m lange in Führung. Erst die chinesische Weltrekordlerin Zou Lijuan entriss der dreifachen Paralympics-Medaillengewinnerin als letzte Starterin im Finale mit 20,74 m noch den Titel.
Bei der vergangenen WM 2019 in Dubai hatte das DBS-Team sieben Titel gewonnen. Mit jeweils zwei weiteren Silber- und Bronzemedaillen belegte Deutschland Platz neun im Medaillenspiegel.
A.Ruiz--AT