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DEL-Chef Tripcke warnt vor zu hohen Erwartungen
DEL-Boss Gernot Tripcke hat nach der historischen WM-Medaille für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft vor einer zu hohen Erwartungshaltung gewarnt. "Das muss man realistisch sehen: Deutschland ist ein Land, das, egal wie die Besetzung ist, ums Viertelfinale kämpft", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dem SID.
"Es kann genauso sein, dass wir auch mal Fünfter in der Gruppe werden und ein Viertelfinale verpassen", sagte Tripcke weiter. Man habe gesehen, "wie eng alles ist". Der DEL-Chef verwies dabei auch auf den enttäuschenden zehnten Platz bei den Winterspielen in Peking vor einem Jahr. "Wir haben es bei Olympia 2022 gesehen, als die Erwartungen in der Öffentlichkeit riesig waren", sagte er.
Zudem muss auch das Fehlen der NHL-Profis richtig eingeordnet werden. "Wir wissen alle, dass es gerade bei der Weltmeisterschaft eine Art Lotterie ist, welche Spieler gerade aus der NHL zur Verfügung stehen", sagte Tripcke. Spielen in Zukunft auch die Spieler aus der besten Liga der Welt wieder mit, könne man "absehen, dass die anderen Nationen eine Schippe drauflegen".
Dazu fehlen nach der Generation um Moritz Seider und Tim Stützle die großen Talente. "Es ist wahrscheinlich, dass uns in den Jahrgängen 2004 und 2005 die NHL-Stars fehlen werden - zumindest die, die mit 19 Jahren schon bereit sind, wie ein Stützle oder Seider", mahnte Tripcke.
Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) zeichne "definitiv das Teamwork und die verschworene Gemeinschaft, die in den letzten Jahren schon angefangen hat", aus, sagte Tripcke. Das Selbstvertrauen sei "gewachsen, man spielt mit breiter Brust gegen die Topnationen. Selbst wenn die besten Einzelspieler fehlen, macht man das im Kollektiv wett und wird dadurch noch stärker und unberechenbarer."
N.Walker--AT