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Iranische WM-Fußballer schweigen bei der Nationalhymne
Die Fußballer der iranischen Nationalmannschaft haben vor ihrem WM-Auftaktspiel gegen England ihre Nationalhymne nicht mitgesungen. Beim Abspielen der iranischen Hymne im Stadion am Montag in Doha schwiegen die Spieler als Zeichen der Solidarität mit den Regierungskritikern im Iran.
Der Kapitän der iranischen Nationalmannschaft, Alireza Jahanbakhsh, hatte in den vergangenen Tagen gesagt, das Team werde "gemeinsam" entscheiden, ob es als Zeichen der Unterstützung für die Opfer der Unterdrückung der Proteste die Nationalhymne anstimmen werde oder nicht.
Im Iran gehen seit dem Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini am 16. September landesweit Menschen gegen die Führung in Teheran auf die Straße. Die 22-Jährige war von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie ihr islamisches Kopftuch nicht ordnungsgemäß getragen haben soll. Sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Aktivisten werfen der Polizei vor, Amini misshandelt zu haben. Die Proteste gegen die Sittenpolizei und die Behörden schlugen rasch in Demonstrationen für mehr Frauenrechte und Freiheiten im Iran sowie Demokratie generell um.
Die Sicherheitsbehörden gehen äußerst hart gegen die Demonstranten vor, nach Angaben von Aktivisten wurden mittlerweile mindestens 378 Menschen getötet, darunter 47 Kinder.
E.Hall--AT