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Migrantenlager nahe des Pariser Nordbahnhofs erneut geräumt
In Paris haben Sicherheitskräfte erneut ein Flüchtlingslager geräumt und knapp tausend Menschen in Notunterkünfte gebracht. Die meisten Migranten stammten aus Afghanistan, viele von ihnen seien erst vor kurzem nach Frankreich gekommen, sagte ein Sprecher der Hilfsorganisation Utopia56. Er kritisierte den "Teufelskreis" von Räumungen und dem Entstehen neuer Lager.
An derselben Stelle, unter der Hochbahn in der Nähe des Pariser Nordbahnhofs, war Ende Oktober erst ein ähnliches Lager geräumt worden. In Paris und in den nördlichen Vororten bilden sich nach Räumungen regelmäßig neue Zeltlager, in denen Migranten hausen.
Zum einen gibt es nicht genügend Unterkünfte für anerkannte Asylbewerber, die ein Recht darauf hätten. Zum anderen wären viele Flüchtlinge verpflichtet, in Italien oder Spanien ihren Asylantrag zu stellen, weil sie dort nach ihrer Ankunft in Europa registriert wurden. Andere Flüchtlinge wiederum haben keine Aufenthaltsgenehmigung und daher auch kein Recht auf eine Notunterkunft.
Frankreichs Regierung will Anfang 2023 ein neues Migrationsgesetz vorstellen, das Abschiebungen erleichtern soll.
A.Ruiz--AT