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London will mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen 55 Milliarden Pfund sparen
Die konservative britische Regierung will mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen 55 Milliarden Pfund (65 Milliarden Euro) einsparen. Die Wirtschaft des Landes befinde sich in der Rezession, sagte Finanzminister Jeremy Hunt am Donnerstag in London bei der Veröffentlichung seines Sparhaushalts im Parlament. Die schmerzlichen Maßnahmen seien erforderlich, um nach den jüngsten Turbulenzen für Finanzstabilität zu sorgen.
Großbritannien sei jetzt wie andere Länder in der Rezession, sagte Hunt mit Verweis auf Zahlen der staatlichen Behörde für Haushaltsprognosen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im kommenden Jahr um 1,4 Prozent zurückgehen.
Großbritannien hat derzeit mit erheblichen wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, weshalb dem neuen Haushalt besondere Aufmerksamkeit zukommt. Die Inflation erreichte zuletzt ein 40-Jahres-Hoch.
Ein von der vorherigen Regierung unter Ex-Premierministerin Liz Truss geschnürte Entlastungs- und Steuersenkungspaket, das mit zusätzlichen Krediten finanziert werden sollte, hatte für Panik an den Finanzmärkten und Kurseinbrüche gesorgt. Die Bank of England sah sich gezwungen, auf den Anleihemärkten einzugreifen, um die Finanzstabilität zu wahren. Angesichts der Turbulenzen trat Truss nach nur sechs Wochen im Amt zurück. Der neue Regierungschef Rishi Sunak hat die Bekämpfung der Inflation zur obersten Priorität erklärt - nun stellte Hunt den Haushalt der neuen Regierung vor.
Hunt war nach dem Chaos an den Finanzmärkten noch von Truss ernannt worden, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Er machte fast alle von ihr angekündigten Steuersenkungen rückgängig.
H.Gonzales--AT