-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
Quereinsteigerin Pirc Musar gewinnt Präsidentschaftswahl in Slowenien
In Slowenien ist mit Natasa Pirc Musar erstmals eine Frau zur Präsidentin des Landes gewählt worden. Die parteilose liberale Quereinsteigerin kam bei der Stichwahl am Sonntag nach Auszählung von 55 Prozent der Stimmen auf rund 54 Prozent. Der konservative Ex-Außenminister und Politik-Veteran Anze Logar, der in der ersten Runde noch an erster Stelle gelegen hatte, kam nur auf knapp 46 Prozent.
"Wir müssen zusammenhalten, um etwas Gutes für unser schönes Heimatland zu tun", sagte Pirc Musar vor Journalisten, als die ersten Ergebnisse eintrafen. Die ehemalige Rechtsanwältin von Melania Trump hat angekündigt, in ihrer neuen Rolle "die Stimme der Frauen" in Slowenien und eine "moralische Autorität" sein zu wollen.
Politikneuling Pirc Musar hatte sich zehn Jahre lang als Informationskommissarin für Datenschutz und mehr Transparenz der Behörden eingesetzt. Davor machte sie sich als Fernsehmoderatorin einen Namen. 2016 dann gründete sie ihre eigene Anwaltskanzlei. Als Melania Trump First Lady der USA wurde, hinderte Pirc Musar in deren Auftrag Unternehmen daran, den Namen des früheren slowenischen Models zu vermarkten.
Ihr Kontrahent Logar ist ein Parteifreund des früheren rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Janez Jansa, war aber als unabhängiger Kandidat angetreten. Im Wahlkampf präsentierte sich der 46-Jährige als "moderater" Politiker, der das Land zusammenbringen wolle.
Sloweniens Präsident hat überwiegend repräsentative Aufgaben. Während des Wahlkampfs kündigte Pirc Musar jedoch an, dem Amt mehr Gewicht zu geben: "Ein Staatsoberhaupt kann nicht neutral sein, es muss eine Meinung haben" und "moralische Autorität" sein, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.
Der scheidende Präsident Borut Pahor war oftmals für seine passive Haltung gegenüber Ex-Regierungschef Jansa kritisiert worden. Nach zwei Amtszeiten darf er nicht mehr antreten.
Im Wahlkampf hatte Pirc Musar mit Anschuldigungen zu kämpfen, die sich auf die lukrativen geschäftlichen Aktivitäten ihres Ehemanns im In- und Ausland bezogen. Sie wirft ihren Gegnern vor, sie besonders brutal anzugreifen, da sie eine Frau sei.
Ch.Campbell--AT