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Nun auch Mobbing-Vorwürfe gegen britischen Justizminister Raab
Der britische Regierungschef Rishi Sunak gerät wegen seiner Personalauswahl zunehmend in die Kritik: Nur wenige Tage nach dem Rücktritt eines seiner Kabinettsmitglieder wurden am Samstag massive Vorwürfe gegen Justizminister Dominic Raab laut, der auch Vize-Premierminister ist. Unter anderem berichtete die "Sun" am Samstag, Raab habe einmal in einem Wutanfall Tomaten aus einem Salat quer durch den Raum geworfen. Dies wurde von einem Sprecher des Ministers dementiert.
Wegen seines Führungsstils und seines Umgangs mit Untergebenen sei Raab gefürchtet, berichtete auch "The Guardian". Unter Raabs erster Amtszeit als Justizminister von September 2021 bis September 2022 unter dem damaligen Regierungschef Boris Johnson habe ein "Klima der Angst" geherrscht, der Ressortchef sei "manipulativ" und "aggressiv". Jetzt, da Raab wieder ihr Vorgesetzter sei, ließen sich viele Mitarbeiter aus Angst schnell in andere Ressorts oder Regierungsstellen versetzen, berichtete die Zeitung.
Damit steht keine drei Wochen, nachdem Sunak seine Regierungsmannschaft geformt und präsentiert hatte, bereits das zweite Mitglied unter Mobbing-Vorwürfen. Erst am Dienstag hatte der Staatsminister Gavin Williamson seinen Rücktritt eingereicht. Ihm wird vorgeworfen, Drohnachrichten und in anderer Weise unangemessene Nachrichten an Parlamentarier und ehemalige Kollegen verschickt zu haben.
K.Hill--AT