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Ampel-Fraktionen einigen sich auf stärkere Anhebung des Kindergelds
Das Kindergeld soll im kommenden Jahr stärker steigen als bisher gedacht. Die Ampel-Fraktionen verständigten sich darauf, dass pro Kind einheitlich 250 Euro im Monat fließen sollen, wie SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am Mittwoch mitteilte. Die bisherige Staffelung nach Kinderzahl fällt damit weg.
Aktuell erhalten Eltern für das erste und zweite Kind jeweils 219 Euro im Monat, für das dritte 225 und für jedes weitere Kind 250 Euro. Im Inflationsausgleichsgesetz, das am Donnerstag vom Bundestag verabschiedet werden soll, war bislang vorgesehen, die Summen für das erste, zweite und dritte Kind auf jeweils 237 anzuheben.
"Die Ampel legt bei der Entlastung von Familien noch eine Schippe drauf", erklärte nun Mützenich. Er nannte die Pläne "eine kräftige zusätzliche Erhöhung des Kindergeldes". Die Anhebung auf einheitlich 250 Euro für jedes Kind sei "bisher größte Schritt, den es beim Kindergeld je gab". Besonders für Familien mit kleinen und mittleren Einkommen bedeute dies eine wichtige zusätzliche Entlastung.
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge erklärte, es sei "ein großer Erfolg, dass Familien schon ab dem nächsten Jahr spürbar mehr Geld bekommen". Die stärkere Anhebung des Kindergelds sei "ein wichtiger Schutz vor Kinderarmut".
Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) zeigte sich erfreut über die Vereinbarung. "Damit senden wir den Familien die Botschaft: Wir lassen euch nicht allein!" Das Kindergeld sei "eine der wichtigsten Familienleistungen, weil es verlässlich und dauerhaft ins Familienbudget eingerechnet werden kann".
Sowohl Dröge als auch Paus bezeichneten die Kindergelderhöhung als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Kindergrundsicherung. Diese hatten SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag verabredet. Sie soll bisherige Unterstützungsleistungen, darunter das Kindergeld, zusammenfassen. Dröge erklärte, die Einführung der Kindergrundsicherung solle 2025 erfolgen.
Th.Gonzalez--AT