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Verstorbene Mevlüde Genç in Solingen von hunderten Menschen verabschiedet
In Solingen ist mit einer Zeremonie die am Wochenende verstorbene Mevlüde Genç verabschiedet worden. Ihr Sarg wurde am Dienstag an dem Ort aufgestellt, an dem bis zu dem rechtsextremistischen Brandanschlag im Jahr 1993 das Haus der Familie Genç gestanden hatte. Mevlüde Genç verlor damals fünf Mitglieder ihrer Familie. An der Trauerveranstaltung nahmen nach Angaben eines Sprechers der Stadt Solingen bis zu tausend Menschen teil.
Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und weitere Mitglieder der Landesregierung sowie Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) kamen, um sich von der Verstorbenen zu verabschieden. Wüst und Kurzbach würdigten Genç noch einmal als Menschen mit großem Herzen, der sich stets für Versöhnung eingesetzt habe. Die Solinger Gemeinde des türkischen Moscheeverbands Ditib hielt ein Totengebet ab.
Genç war in der Nacht zum Sonntag im Alter von 79 Jahren gestorben. Sie soll in ihrem türkischen Heimatort Mercimek an der Seite ihrer Kinder bestattet werden. Bei einem von Rechtsradikalen verübten Brandanschlag am 29. Mai 1993 auf ihr Haus in Solingen verlor Genç zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte. Vier Täter wurden 1995 zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
Y.Baker--AT