-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
Uiguren-Vertreter fordert Scholz zu Verzicht auf China-Reise auf
Vertreter der verfolgten uigurischen Minderheit in China haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zur Absage seines geplanten Besuchs in Peking aufgefordert. Mit seinen Reiseplänen habe sich Kanzler Scholz "entschieden, Präsident Xi zu huldigen und damit das Leid von Millionen Menschen völlig außer Acht zu lassen", sagte der Präsident des Weltkongresses der Uiguren, Dolkun Isa, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Berlin.
Besonders scharfe Kritik übte Isa daran, dass Scholz eine hochrangige Wirtschaftsdelegation mit nach Peking nimmt. Dies zeige, "dass für Deutschland der Profit weiter über den Menschenrechten steht", sagte der Uigurenvertreter.
Isa verwies auf die Vereinbarung der Ampel-Parteien in ihrem Koalitionsvertrag zum Uiguren-Thema. In dem Vertrag heißt es: "Wir thematisieren klar Chinas Menschenrechtsverletzungen, besonders in Xinjiang." Xinjiang ist die Heimatprovinz der muslimischen Minderheit.
Letzte Woche habe der Uigurische Weltkongress den Kanzler in einem Brief aufgefordert, nicht nach China zu reisen, sagte Isa. "Das ist jetzt nicht die Zeit für 'business as usual'", sagte er. Vielmehr sei es Zeit, "gegen die grausamen Verbrechen der chinesischen Regierung vorzugehen. Die Schwere des Völkermords an den Uiguren erfordert eine klare Reaktion."
Da der Kanzler aber auf seiner Reise bestehe, müsse er in Peking zumindest darauf drängen, die Internierungslager für Uiguren zu schließen, forderte Isa. Dort seien in den vergangenen Jahren Millionen Menschen festgehalten worden. Sie seien Zwangsarbeit, Misshandlungen und Zwangssterilisationen ausgesetzt.
Gastgeberin der Pressekonferenz mit Isa und Vertretern mehrerer Menschenrechtsorganisationen war die Bundespressekonferenz, ein regierungsunabhängiger Verein von Hauptstadtjournalistinnen und -journalisten in Berlin. Die Moderatorin der Veranstaltung, Ute Welty, berichtete zu Beginn der Veranstaltung von Interventionsversuchen der chinesischen Botschaft in Berlin.
Die Bundespressekonferenz habe dies "mit Befremden" aufgenommen, sagte Welty. "Wir sind nicht Teil der Bundesregierung. Wir ermöglichen professionelle Informationsbeschaffung für Parlamentskorrespondentinnen und -korrespondenten. Falls der chinesische Botschafter "hier zu Gast sein möchte zu unseren Bedingungen, erneuern wir hier unsere Einladung", sagte sie. Genauere Angaben zum Inhalt der chinesischen Intervention wollte sie auf Nachfrage nicht machen.
L.Adams--AT