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Moskau: Fünf Verletzte durch Autobombe in ukrainischer Stadt Melitopol
In der russisch besetzten Stadt Melitopol im Süden der Ukraine sind nach russischen Angaben durch die Explosion einer Autobombe fünf Menschen verletzt worden. Wie die pro-russischen Behörden im Onlinedienst Telegram mitteilten, explodierte ein Auto am Dienstag in der Nähe des Gebäudes der Mediengruppe ZaMedia, wobei dieses sowie umliegende Wohnhäuser beschädigt wurden. Fünf Menschen, darunter Mitarbeiter von ZaMedia, wurden demnach leicht verletzt, ein Verletzer wurde ins Krankenhaus gebracht.
Bilder im russischen Staatsfernsehsender Rossia 24 zeigten einen beschädigten Gebäudeblock mit zersplitterten Fenstern und brennende Trümmer auf dem Boden. Nach Angaben des für ZaMedia tätigen Journalisten Alexander Malkewitsch explodierte die Autobombe, als sich die Mitarbeiter am Morgen auf dem Weg zu ihren Büros befanden. "Die Sprengkraft betrug eineinhalb bis zwei Kilogramm TNT-Äquivalent", zitierten ihn russische Nachrichtenagenturen.
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Der Telegram-Kanal der ukrainischen Exilverwaltung zeigte jedoch Fotos einer Explosion mit dem Kommentar: "So sollte die Heizung in den Gebäuden der Kollaborateure und Propagandisten aussehen. Es wird noch heißer werden."
Das Fernseh- und Radiostudio ZaMedia setze seine Arbeit fort, teilte die pro-russische Verwaltung auf Telegram mit. Melitopol, wo vor dem Krieg rund 150.000 Menschen lebten, liegt in Saporischschja, einer der vier Regionen, die der russische Präsident Wladimir Putin für annektiert erklärt hatte.
A.Clark--AT