-
Trump will jährliche US-Militärhilfe für Israel bis Jahresende beenden
-
Polizeigewerkschaft warnt vor Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Taliban lösen Frauenproteste in westafghanischer Stadt Herat auf
In der Stadt Herat im Westen Afghanistans haben die Taliban am Sonntag eine Kundgebung von rund hundert Frauen aufgelöst. "Bildung ist unser Recht, Völkermord ist ein Verbrechen", skandierten die Demonstrantinnen, vorwiegend Studentinnen, als sie von der Universität Herat zum Büro des Provinzgouverneurs zogen. Sie wurden jedoch von Taliban-Kämpfern auseinander getrieben, die nach Angaben der Teilnehmerinnen auf die Frauen einschlugen und Schüsse in die Luft abfeuerten.
Viele der Protestierenden gehörten der schiitischen Bevölkerungsgruppe der Hasara an. Anlass des Protests war ein Selbstmordanschlag in der Frauenabteilung eines Bildungszentrums in Kabul am Freitag, bei dem mindestens 35 Menschen, vorwiegend Frauen, getötet und weitere 82 verletzt worden waren. Der Angriff ereignete sich in einem Viertel, in dem überwiegend Hasara leben.
"Wir waren nicht bewaffnet, wir riefen nur Slogans", sagte die Demonstrantin Wahida Saghri der Nachrichtenagentur AFP. Die meisten Teilnehmerinnen trugen schwarze Ganzkörperschleier. Eine andere Gruppe von Studentinnen wurde daran gehindert, auf der Straße zu protestieren und veranstaltete eine Kundgebung auf dem Campus der Universität von Herat, wo sie von den Taliban bedrängt wurden, wie AFP-Videomaterial zeigt.
Die Hasara machen rund zehn bis 20 Prozent der 38 Millionen Afghanen aus. Sie sind seit Jahrzehnten der Verfolgung ausgesetzt. Den radikalislamischen Taliban wurden schon Übergriffe auf die Bevölkerungsgruppe vorgeworfen, als sie zwischen 1996 bis 2001 erstmals an der Macht waren. Seit ihrer Machtübernahme im August 2021 wurden erneut ähnliche Vorwürfe laut.
Seit die Taliban in Afghanistan an die Macht zurückgekehrt sind, werden Frauenproteste regelmäßig unterdrückt. Aktivistinnen versuchen dennoch immer wieder vereinzelt, Proteste gegen die Einschränkungen ihrer Rechte zu organisieren.
D.Johnson--AT