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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Republikaner schicken Migranten aus Texas nach Washington und Martha's Vineyard
Floridas republikanischer Gouverneur Ron DeSantis und sein texanischer Kollege Greg Abbott haben Flugzeuge und Busse gechartert, um Migranten auf die noble Ferieninsel Martha's Vineyard und nach Washington zu bringen. Auf Martha's Vineyard vor der Küste des Bundesstaats Massachusetts landeten am Mittwoch zwei Flugzeuge mit etwa 50 Venezolanern. In Washington luden Busse am Donnerstag dutzende Migranten vor dem Haus von Vizepräsidentin Kamala Harris ab.
Hinter den Flügen nach Martha's Vineyard, wo demokratische US-Präsidenten von John F. Kennedy über Bill Clinton bis Barack Obama ihre Sommerurlaube verbrachten, steckt der Republikaner DeSantis, wie seine Sprecherin Taryn Fenske am Donnerstag bestätigte. Bundesstaaten wie Massachusetts, New York oder Kalifornien könnten sich besser um die Unterbringung der Migranten kümmern, "die sie in unser Land eingeladen haben", erklärte sie auf Anfrage von US-Medien.
Abbott schickte nach eigenen Angaben die Busse nach Washington los. Vizepräsidentin Harris behaupte, die US-Grenze sei gut geschützt, und leugne die Existenz einer Einwanderungskrise, schrieb er im Onlinedienst Twitter. "Wir schicken Migranten in ihren Hinterhof, um die Biden-Regierung aufzufordern, ihre Arbeit zu machen und die Grenze zu sichern", twitterte er.
Abbott, in dessen Bundesstaat die meisten Migranten aus Mexiko ankommen, wirft den in Washington regierenden Demokraten von Präsident Joe Biden schon seit Monaten vor, bei illegaler Einwanderung zu nachsichtig zu sein. Seit April schickt er Migranten in Bussen nach Norden, hauptsächlich nach Washington, Chicago und New York - offiziell um grenznahe Gemeinden in Texas zu entlasten.
Vor den Kongress-Zwischenwahlen im November hat nun auch DeSantis eine solche Wahlkampf-Aktion gestartet. Nach Angaben des Politikers Dylan Fernandes, der für die Demokraten im Regionalparlament von Massachusetts sitzt, waren auch die von DeSantis gecharterten Flugzeuge in Texas gestartet. An Bord seien etwa 50 Venezolaner ohne gültige Papiere gewesen, darunter auch Kinder.
"Viele wissen nicht, wo sie sind", schrieb Fernandes auf Twitter. Den Menschen sei offenbar gesagt worden, dass sie auf Martha's Vineyard Wohnungen und Jobs bekämen. Republikaner, "die sich selbst Christen nennen", benutzten Männer, Frauen und Kinder "als Figuren in einem politischen Spiel", kritisierte Fernandes. "Das ist böse und unmenschlich."
S.Jackson--AT