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Frankreich verlängert Treibstoff-Hilfen für Bauern und Fischer
Angesichts der hohen Treibstoffpreise hat Frankreich seine Hilfen für Fischer, Landwirte und Bauunternehmen bis zum Jahresende verlängert. "Ziel ist es, Beschäftigung und Wachstum zu fördern", sagte Premierminister Sébastien Lecornu am Mittwochabend. Die Hilfen für Fischer sollen von derzeit 25 Cent pro Liter auf 35 Cent angehoben werden. "Das ist nur Augenwischerei", sagte Ange Natoli, ein Fischer aus dem südfranzösischen Küstenort Martigues. Damit lasse sich der Preisanstieg beim Treibstoff nicht ausgleichen.
Bauunternehmen können eine Hilfe von 20 Cent pro Liter für Diesel beantragen, der nicht für Fahrzeuge benutzt wird. Landwirte erhalten einen Zuschuss in Höhe von 15 Cent pro Liter.
Am Donnerstag lag der durchschnittliche Dieselpreis in Frankreich bei 2,37 Euro. Super E10 kostete 2,16 Euro pro Liter. Der Benzinpreis bewegt sich seit mehreren Tagen über seinem bisherigen Höchststand von 2022.
Nach Angaben der Regierung haben bereits 1,1 Millionen Menschen die staatlichen Hilfen beantragt, die ursprünglich Ende September hätten auslaufen sollen. Etwa 1,5 Millionen weitere sind berechtigt, haben sie aber noch nicht beantragt. Die Treibstoff-Subventionen belasten den Staatshaushalt, der im laufenden Jahr ein Defizit von voraussichtlich mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht.
Die hohen Treibstoffpreise führen zunehmend zu Protesten. Am Donnerstag blockierten Fischer die kleineren Mittelmeerhäfen von Sète und Nizza.
D.Johnson--AT