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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Wissler bedauert Austritt Schneiders aus der Linkspartei
Linken-Chefin Janine Wissler hat den Austritt des Hauptgeschäftsführers des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Ulrich Schneider, aus der Partei bedauert. "Ich verstehe den Ärger und den Frust darüber, dass Beschlüsse und Positionen der Linken von einigen immer wieder öffentlich konterkariert werden", sagte Wissler der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Aber die Konsequenz, die er gezogen habe, "schmerzt mich zutiefst".
"Denn gerade jetzt braucht es eine starke und einige Linke, die Alternativen aufzeigt und für soziale Gerechtigkeit streitet", fügte Wissler hinzu. Schneider sei "ein Linker mit Herz und Seele und ich bedaure seinen Austritt sehr".
Schneider hatte seinen Austritt am Montag auf Twitter mit der "Wirtschaftskrieg"-Rede der früheren Fraktionschefin Sahra Wagenknecht begründet. "Dass die Linksfraktion am letzten Donnerstag im Bundestag Wagenknecht ans Podium ließ, und was diese dann - man hätte es wissen müssen - vom Stapel ließ, war zu viel."
Wagenknecht hatte der Bundesregierung in der Debatte über den Haushalt des Wirtschaftsministeriums am Donnerstag mit Blick auf die gegen Russland wegen dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine verhängten Sanktionen vorgeworfen, "einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten vom Zaun zu brechen".
Wissler und ihr Ko-Vorsitzender Martin Schirdewan waren zu dieser Äußerung auf Distanz gegangen und hatten der Fraktionsführung vorgeworfen, Wagenknechts Auftritt nicht verhindert zu haben.
Ch.P.Lewis--AT