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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Barmer: Patienten könnten ohne Aufwand von Kliniken mit mehr OP-Erfahrung profitieren
Zehntausende Patienten könnten bei Problemen an Hüfte, Knie und Herz ohne großen Aufwand an Krankenhäusern mit mehr Erfahrung operiert werden. Sie müssten dafür nur geringfügig längere Fahrzeiten zur Klinik in Kauf nehmen, wie aus dem Barmer-Krankenhausreport hervorgeht, welcher der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.
Durch eine Verlagerung von Operationen aus Kliniken mit wenig Routine in Krankenhäuser mit mehr Expertise könnten die Patienten laut Barmer "vor Gelegenheitschirurgie bewahrt" werden und von mehr Qualität profitieren. Denn in Kliniken mit höheren Fallzahlen hätten Ärzteschaft und Pflegepersonal in der Regel mehr Erfahrung.
Dem Report zufolge könnten jährlich mindestens 18.000 der insgesamt mehr als 500.000 Hüft- und Knieoperationen an anderen Standorten vorgenommen werden, ohne dass sich die Fahrzeit für die Patienten deutlich verlängert. Ebenso ließen sich von den rund 400.000 Eingriffen am Herzen mehr als 8000 verlagern.
"Auch vor der angestrebten Reform der Krankenhausversorgung können bereits heute durch die konsequente Verlagerung von Operationen in Kliniken mit mehr Erfahrung und besserer Ausstattung Qualität und Patientensicherheit deutlich erhöht werden", erklärte Barmer-Vorstandschef Christoph Straub. "Diese Potenziale gilt es jetzt im Sinne der Patienten konsequent zu heben."
Die Operationszahlen in den Kliniken und die damit verbundenen Auswirkungen auf Qualität und Patientensicherheit sind seit Langem ein Diskussionsthema. Kliniken mit sehr wenigen Behandlungen im Jahr stehen solchen mit höheren Fallzahlen und damit mehr Erfahrung gegenüber. Die gesetzlichen Kassen befürworten daher eine Konzentration stationärer Leistungen.
Y.Baker--AT