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Mindestens ein Toter bei israelischem Armeeeinsatz im Westjordanland
Bei einem israelischen Armeeeinsatz im Westjordanland ist nach palästinensischen Angaben mindestens ein Palästinenser getötet worden. Mindestens 16 weitere Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bei dem Vorfall in Dschenin am frühen Dienstagmorgen durch Kugeln und Splitter verletzt.
Nach Angaben der israelischen Armee sollte bei dem Einsatz die Wohnung eines Angreifers zerstört werden, der im April in Tel Aviv drei Menschen getötet hatte. Der Mann hatte damals in einem Ausgeh-Viertel auf Passanten geschossen, bevor er selbst von Sicherheitskräften erschossen wurde. Sein Bruder und sein Vater werden von der israelischen Polizei gesucht.
Der Vorfall in Tel Aviv gehörte zu einer Serie palästinensischer Angriffe auf Israelis, bei der im Frühjahr 19 Menschen getötet wurden, die meisten von ihnen israelische Zivilisten. Als Reaktion darauf startete die israelische Armee nahezu allnächtliche Einsätze in Städten und Dörfern im Westjordanland. Dabei wurden nach Armeeangaben bislang rund 1500 Verdächtige festgenommen und "hunderte von Angriffen vereitelt".
Menschenrechtsaktivisten kritisieren die systematische Zerstörung der Wohnhäuser von Attentätern durch die israelische Armee als unzulässige Kollektivstrafe an, weil auch Unbeteiligte wie etwa Kinder dadurch obdachlos werden können. Israel sieht darin dagegen eine wirksame Abschreckungsmaßnahme.
L.Adams--AT