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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Herzog: "Israel ist stolz auf seine Partnerschaft mit Deutschland"
Israels Präsident Isaac Herzog hat Deutschland in einer Rede im Bundestag Dank und Respekt für die Unterstützung seines Landes ausgesprochen. "Der Staat Israel ist stolz auf seine Partnerschaft mit Deutschland", sagte Herzog am Dienstag im Plenum des Bundestags in Berlin. "Wir wissen den deutschen Beitrag zur Sicherheit und zum Erfolg Israels sehr zu schätzen." Auf der Grundlage des gemeinsamen Gedenkens an den Holocaust könnten die beiden Länder eine gemeinsame Zukunft gestalten.
"Die Zukunft gehört uns, sie muss uns beiden gehören", sagte Herzog vor den Abgeordneten und den Spitzen der deutschen Verfassungsorgane. "Nur gemeinsam können wir dem Gedenken Bedeutung geben." Dazu gehöre für Israel auch das "Treuegelöbnis für die Freiheit und Sicherheit des Staates Israel und das Wohlergehen des jüdischen Volkes".
Herzog betonte, dass der Holocaust immer eine zentrale Rolle im deutsch-israelischen Verhältnis spielen werde - "das jüdische Volk vergisst nicht", sagte er. Zugleich zollte er der Entwicklung Deutschlands nach den Zweiten Weltkrieg großen Respekt. Deutschland sei "einer der wichtigsten Anführer der freien Welt" geworden, es sei wieder ein "Motor von Geist und Kultur", sagte Herzog.
Ausdrücklich bedankte sich Herzog für den Gedenkakt zum 50. Jahrestag des Olympia-Attentats am Tag zuvor. "Ich danke Ihnen für die bewegende Zeremonie gestern", sagte er. Durch die "Übernahme der Verantwortung" leiste Deutschland einen Beitrag für "eine gewisse Linderung des Schmerzes der Angehörigen".
Herzog war am Sonntag in Deutschland eingetroffen. Im Zentrum des Besuchs stand bisher das Gedenken zum 50. Jahrestag des Münchner Olympia-Attentats. Dabei waren 1972 elf israelische Sportler getötet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Montag um Vergebung für den mangelnden Schutz der israelischen Athleten und die unzureichende Aufklärung nach dem Attentat gebeten.
Am Montagnachmittag besuchen die beiden Präsidenten das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen. Herzogs Vater, der spätere israelische Präsident Chaim Herzog, gehörte als Offizier in den Reihen der britischen Streitkräfte im April 1945 zu den Befreiern des Lagers.
M.Robinson--AT