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Keine Maskenpflicht - aber nicht genügend Lehrer zum Schulbeginn in Frankreich
Keine Maskenpflicht, aber nicht genügend Lehrkräfte - unter diesen Vorzeichen beginnt für etwa zwölf Millionen französische Kinder und Jugendliche am Donnerstag wieder die Schule. "Wir haben Einstellungsprobleme, was mit der fehlenden Attraktivität des Berufs zu tun hat", räumte Bildungsminister Pap Ndiaye am Dienstag im Sender RTL ein. Derzeit sind in Frankreich etwa 4000 Lehrerstellen nicht besetzt.
Die Regierung setzt auf Aushilfskräfte, deren nur wenige Tage dauernde Ausbildung in der Kritik steht. Ndiaye versicherte, dass zum Schulbeginn "vor jeder Klasse ein Lehrer" stehe. Gewerkschaften protestieren gegen die schlechten Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte.
In Frankreich werden Lehrer schlechter bezahlt als im Durchschnitt der OECD-Länder. Berufsanfänger verdienen etwa 1800 Euro brutto, nach elf Berufsjahren liegt das Gehalt bei etwa 3000 Euro brutto.
Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es keine verpflichtenden Schutzmaßnahmen mehr an den Schulen, lediglich Empfehlungen, etwa zum Händewaschen und regelmäßigen Lüften. Die landesweite Inzidenz liegt derzeit bei 184 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die jüngste Corona-Welle hatte ihren Höhepunkt Anfang Juli überschritten.
Viele Eltern beschäftigen in erster Linie die um gut vier Prozent gestiegenen Kosten für Schulmaterialien. Während in vielen Schulen die Preise für die Kantine angestiegen sind, hat die Region Ile-de-France um Paris angekündigt, die Kantinenpreise in den weiterführenden Schulen auf dem aktuellen Niveau einzufrieren.
Die Region Bretagne hat unterdessen mitgeteilt, dass die Klassenräume in weiterführenden öffentlichen Schulen angesichts der gestiegenen Energiepreise höchstens auf 19 Grad geheizt werden sollen.
Th.Gonzalez--AT