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Präsidentschaftswahl im Kongo: Wiederwahl von 82-jährigem Amtsinhaber erwartet
In der zentralafrikanischen Republik Kongo sind am Sonntag Präsidentschaftswahlen abgehalten worden. Beobachter erwarteten die Wiederwahl des 82-jährigen Staatschefs Denis Sassou Nguesso, der in dem ölreichen Land bereits seit mehr als 40 Jahren an der Macht ist. Seine sechs Gegenkandidaten sind wenig bekannt oder ohne echte politische Basis, weshalb der Amtsinhaber für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt werden dürfte.
Beobachter erwarteten einen neuen Tiefststand bei der Wahlbeteiligung. Die wichtigsten Oppositionsparteien hatten angekündigt, die Wahl zu boykottieren. Bei Öffnung der Wahllokale lagen noch nicht überall die Unterlagen vor. Internet und Telefon in der Hauptstadt Brazzaville waren am Wahltag abgeschaltet.
Der ehemalige Fallschirmjäger Sassou Nguesso war erstmals 1979 an die Macht gelangt. 1992 wurde er abgewählt, kehrte aber nach einem Bürgerkrieg 1997 ins Präsidentenamt zurück. Die Beschränkung auf zwei Amtszeiten wurde später abgeschafft. Sassou Nguessos Wiederwahl in den Jahren 2002, 2009, 2016 und 2021 bezeichnete die Opposition als weder transparent noch demokratisch.
Sassou Nguesso ist eines der ältesten Staatsoberhäupter in Afrika, zusammen mit Teodoro Obiang Nguema Mbasogo in Äquatorialguinea und Paul Biya in Kamerun.
Die Republik Kongo wird zur Unterscheidung von der Demokratischen Republik Kongo auch Kongo-Brazzaville genannt.
D.Lopez--AT