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RBB-Intendantin Schlesinger gibt nach Vorwürfen ARD-Vorsitz ab
Nach den gegen sie erhobenen Vorwürfen hinsichtlich ihrer Amtsführung beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) gibt die Intendantin des Senders, Patricia Schlesinger, den ARD-Vorsitz ab. Der RBB gebe "seine Aufgaben als geschäftsführende Anstalt innerhalb der ARD ab sofort ab", teilte der Sender am Donnerstagabend in Berlin mit.
"Die öffentliche Diskussion um in meinen Verantwortungsbereich fallende Entscheidungen und Abläufe im RBB berührt inzwischen auch die Belange der ARD", erklärte die 61-Jährige selbst. Schlesinger wird unter anderem vorgeworfen, Abendessen in ihrer Wohnung, für die der gebührenfinanzierte RBB aufkam, nicht richtig abgerechnet und ihren Dienstwagen auch für private Fahrten genutzt zu haben.
Für die ARD soll nun zunächst der Westdeutsche Rundfunk "die laufenden Amtsgeschäfte" führen. Bei der ARD-Hauptversammlung im September in Bremen soll dann formell ein neuer Vorsitz bestimmt werden, der ab Januar 2023 übernehmen soll. Dafür ist laut RBB der Südwestrundfunk vorgesehen. Demnach begrüßten die Intendantinnen und Intendanten der ARD die RBB-Entscheidung, den Vorsitz abzugeben.
R.Chavez--AT