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Lauterbach: "Leute rufen regelmäßig zu meiner Ermordung auf"
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bekommt nach eigenen Angaben regelmäßig Morddrohungen. "Jeden Tag wird in den sozialen Netzwerken zu Gewalt gegen mich aufgerufen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch. "Leute rufen regelmäßig – teilweise sogar mit Klarnamen - zu meiner Ermordung auf." Er werde deswegen besonders gut geschützt. "Ich erfahre ungefähr die höchste Sicherheitsstufe, die es für Politiker in Deutschland überhaupt gibt."
Lauterbach sagte, er fahre "immer mit zwei gepanzerten Fahrzeugen vor". Der SPD-Politiker fügte hinzu: "Das gab es für einen Gesundheitsminister wahrscheinlich noch nie."
Mit Blick auf die österreichische Ärztin, die sich vor wenigen Tagen das Leben genommen hatte, sagte er weiter: "Die österreichische Kollegin dagegen musste den Schutz selbst bezahlen und konnte sich das nicht mehr leisten." Er verachte und verabscheue die Hetzer im Netz, die diese Frau in den Tod getrieben hätten. "Exponierte Ärztinnen und Ärzte müssen von den Bundesländern ausreichend geschützt werden", forderte Lauterbach.
Die österreichische Impfärztin Lisa-Maria K. war am Freitag tot in ihrer Praxis im Bezirk Vöcklabruck aufgefunden worden. Sie hatte unter anderem auf ihrer Webseite von monatelangen Einschüchterungen bis hin zu Morddrohungen "aus der Covid-Maßnahmen- und Impfgegnerszene" berichtet - und schließlich unter Berufung darauf ihre Praxis geschlossen.
M.Robinson--AT