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UN-Sicherheitsrat verurteilt Hinrichtungen in Myanmar
Der UN-Sicherheitsrat hat die Hinrichtung von vier Häftlingen in Myanmar verurteilt. "Die Mitglieder des Sicherheitsrates verurteilten die Hinrichtung von Oppositionsaktivisten durch das Militär in Myanmar am Wochenende", erklärte das höchste UN-Gremium am Mittwoch. Der Sicherheitsrat rief die Militärjunta außerdem auf, die entmachtete De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi freizulassen. In der Erklärung verwiesen die Ratsmitglieder auf die Forderung von UN-Generalsekretär António Guterres, "alle willkürlich festgehaltenen Gefangenen" umgehend aus der Haft zu entlassen.
Die Erklärung wurde auch von Russland und China, den wichtigsten Verbündeten der Junta, sowie Myanmars Nachbarland Indien unterstützt.
Die Nationale Einheitsregierung (NUG), ein aus abgesetzten Abgeordneten bestehendes Schattenkabinett, begrüßte die Stellungnahme des UN-Sicherheitsrats. Es sei an der Zeit, dass das UN-Gremium "konkrete Maßnahmen gegen die Junta ergreift", erklärte die von Suu Kyis Partei NLD dominierte Einheitsregierung auf Twitter.
Die Hinrichtung der vier Gefangenen, unter ihnen der Demokratie-Aktivist Kyaw Min Yu und der ehemalige Abgeordnete Phyo Zeya Thaw, hatte weltweit Empörung hervorgerufen. Es handelte sich um die ersten staatlichen Exekutionen in dem südostasiatischen Land seit mehr als drei Jahrzehnten.
Das Militär hatte in Myanmar im Februar 2021 die gewählte Regierung unter Suu Kyi gestürzt. Seitdem wurden nach Informationen örtlicher Gruppen mehr als 2000 Menschen im Land getötet.
S.Jackson--AT