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Mindestens neun Tote bei Absturz von Frachtflugzeug in US-Bundesstaat Kentucky
Beim Absturz eines Frachtflugzeugs im US-Bundesstaat Kentucky sind nach jüngsten Angaben mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Todesopfer könne weiter steigen, erklärte der örtliche Gouverneur Andy Beshear am Mittwoch im Onlinedienst X. Mindestens elf weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Die Maschine des Logistikunternehmens UPS, die auf dem Weg nach Hawaii war, verunglückte nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA am Dienstagnachmittag (Ortszeit) kurz nach dem Start nahe des internationalen Flughafens Louisville.
"UPS-Flug 2976 ist gegen 17.15 Uhr Ortszeit abgestürzt", erklärte die FAA. Nach Angaben der Flughafenpolizei kam die verunglückte Maschine fünf Kilometer südlich des Flughafens zum Stehen.
Bei der Maschine handelte es sich den Angaben zufolge um eine McDonnell Douglas MD-11. Nach Angaben von UPS waren drei Besatzungsmitglieder an Bord. Im Gebiet der Absturzstelle stieg eine große schwarze Rauchwolke auf. Nach Angaben von Kentuckys Gouverneur Beshear traf das Flugzeug "ziemlich direkt" eine Anlage zur Wiederaufbereitung von Öl.
Dem Bürgermeister von Louisville, Craig Greenberg, zufolge war das Flugzeug mit einer großen Menge an Treibstoff betankt. Zur Ermittlung der Absturzursache leiteten die FAA und die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB eine Untersuchung ein.
Alle für Dienstagabend geplanten Abflüge am betroffenen Flughafen in Louisville wurden aufgrund des Unfalls annulliert. Am Mittwochmorgen wurde der Flugbetrieb nach Angaben von Bürgermeister Greenberg wieder aufgenommen.
UPS teilte mit, dass der Paketsortierbetrieb an der Anlage des Unternehmens eingestellt worden sei. Louisville ist nach Unternehmensangaben der wichtigste Luftverkehrsknotenpunkt von UPS.
Der Absturz war das schwerste Flugunglück in den USA seit dem Zusammenstoß eines Militärhubschraubers mit einem Linienflugzeug im Landeanflug nahe dem Ronald-Reagan-Flughafen in der Hauptstadt Washington Ende Januar. Damals waren 67 Menschen gestorben.
Das Unglück in Louisville ereignete sich inmitten eines der längsten Shutdowns in der US-Geschichte. Wegen der seit einem Monat anhaltenden Haushaltssperre hatte Verkehrsminister Sean Duffy kurz vor dem Unglück vor möglichen Luftraumsperrungen gewarnt, da Mittel zur Bezahlung der Fluglotsen fehlen.
G.P.Martin--AT