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Taliban-Sprecher: Vertreter von Pakistan und Afghanistan in Katar zusammengekommen
Nach dem Ende einer zweitägigen Waffenruhe zwischen Pakistan und Afghanistan sind Vertreter beider Staaten zu Gesprächen in Katar zusammengekommen. Die Gespräche seien "im Gang", teilte der Sprecher der in Afghanistan herrschenden radikalislamischen Taliban, Sabihullah Mudschahid, am Samstag im Onlinedienst X mit. Er zitierte dabei Angaben des afghanischen Regierungschefs Hassan Achund, dieser hatte den malaysischen Regierungschef Anwar Ibrahim in einem Telefonat über den Beginn der Gespräche informiert.
Auch der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif sprach mit Anwar, der als Vermittler zwischen Pakistan und Afghanistan zu agieren scheint.
Pakistan hatte am Freitag mit Luftangriffen auf Ziele in Afghanistan eine nur zweitägige Waffenruhe beendet. Dabei wurden nach afghanischen Angaben mindestens zehn Menschen getötet. "Pakistan hat die Waffenruhe gebrochen" und habe drei Orte in der Provinz Paktika bombardiert, sagte ein hochrangiger Taliban-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP. Er kündigte "Vergeltung" an.
In pakistanischen Sicherheitskreisen war von "präzisen Luftschlägen" die Rede, die sich gegen eine Taliban-Gruppe gerichtet hätten, der die Beteiligung an einem Anschlag in Pakistan vorgeworfen wird. Die nach pakistanischen Angaben angegriffene Hafis-Gul-Badahur-Gruppe ist mit den pakistanischen Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) verbunden.
Der Regierung in Islamabad zufolge war die Gruppe an einem Selbstmordattentat in der nordpakistanischen Grenzregion Nordwasiristan beteiligt, bei dem sieben pakistanische Sicherheitskräfte getötet worden waren. Mit dem Angriff beendete Pakistan eine am Mittwochabend begonnene Feuerpause. Diese hatte tagelange militärische Auseinandersetzungen zwischen beiden Staaten mit dutzenden Toten zunächst beendet.
Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan im August 2021 hat es wiederholt Scharmützel zwischen Einheiten der beiden Nachbarländer gegeben. Pakistan wirft Afghanistan seit Langem vor, Milizen Schutz zu gewähren, die in Pakistan Anschläge verüben. Die Taliban-Regierung in Kabul bestreitet dies.
R.Chavez--AT