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Heftige Angriffe auf die Stadt Gaza: Israels Armee geht mit "eiserner Faust" gegen Hamas vor
Die israelische Armee geht nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz "mit eiserner Faust" gegen "terroristische Infrastruktur" in der Stadt Gaza vor. "Gaza brennt", erklärte Katz am Dienstag im Onlinedienst X. Zuvor hatten Augenzeugen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von heftigen Angriffen auf die Stadt gesprochen. US-Außenminister Marco Rubio warnte bei einem Besuch in Israel, die Zeit für Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen laufe ab.
"Soldaten der IDF (der israelischen Streitkräfte) kämpfen tapfer, um die notwendigen Voraussetzungen für die Freilassung der Geiseln und die Niederlage der Hamas zu schaffen", erklärte Katz weiter. "Wir werden nicht nachgeben und wir werden nicht zurückweichen, bis die Mission erfüllt ist."
Am frühen Dienstagmorgen hatten Augenzeugen aus der Stadt Gaza von heftigen Angriffen berichtet. "Es gibt schwere, unerbittliche Bombardierungen auf die Stadt Gaza und die Gefahr nimmt weiter zu", sagte der Augenzeuge Ahmed Ghasal der Nachrichtenagentur AFP. Häuser seien zerstört worden, Bewohner seien unter den Trümmern verschüttet. Der Sprecher des von der islamistischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes im Gazastreifen sagte, die Angriffe dauerten an. Die Zahl der Toten und Verletzten steige.
US-Außenminister Rubio warnte bei seinem Israel-Besuch, die Zeit für die Hamas, ein Abkommen über eine Waffenruhe im Gazastreifen zu schließen, werde knapp. "Die Israelis haben dort mit Operationen begonnen", sagte er am Dienstag vor Journalisten am Flughafen von Tel Aviv, bevor er nach Katar aufbrach. Es bleibe "nur noch sehr wenig Zeit, um eine Einigung zu erzielen", sagte Rubio. "Wir haben keine Monate mehr, sondern wahrscheinlich nur noch Tage oder vielleicht ein paar Wochen."
Eine Verhandlungslösung mit einer Entwaffnung der Hamas sei zwar nach wie vor "unsere erste Wahl", erklärte der US-Außenminister. Dies sei jedoch "manchmal nicht möglich, wenn man es mit einer Gruppe von Wilden wie der Hamas zu tun hat".
Der US-Außenminister war am Sonntag in Israel eingetroffen und hatte gemeinsam mit Netanjahu an der Klagemauer in Jerusalem gebetet. Bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montag sagte Rubio die "unerschütterliche Unterstützung" der Vereinigten Staaten für Israel zu. Er äußerte zudem Zweifel daran, ob Diplomatie zu einem Ende des Kriegs im Gazastreifen führen werde.
Bei dem kommenden Besuch in Katar werde er das Golfemirat bitten, sich weiterhin als Vermittler zwischen der Hamas und Israel einzusetzen. "Natürlich müssen sie nach den Ereignissen der vergangenen Woche entscheiden, ob sie das tun wollen oder nicht", sagte Rubio. "Wir möchten ihnen klar machen, dass es weltweit kein anderes Land gibt, das durch Verhandlungen zur Beendigung dieser Situation beitragen könnte, außer Katar."
Die israelische Armee hatte vergangene Woche Dienstag Luftangriffe auf Ziele in Katars Hauptstadt Doha geflogen, die sich nach Armeeangaben gegen die Führungsebene der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas richteten. Israels Vorgehen sorgte international für Kritik, auch Trump äußerte seinen Unmut. Am Dienstag kommt der UN-Menschenrechtsrat in Genf zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um über die Angriffe zu beraten. Israel lehnt die Beratungen des Menschenrechtsrats strikt ab.
Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gaza-Krieg ausgelöst. Bei dem Großangriff wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet, 251 weitere wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 47 Menschen von der Hamas festgehalten, 25 von ihnen sind nach israelischen Angaben bereits tot.
Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 64.900 Menschen getötet.
E.Rodriguez--AT