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Staatsmedien: Xi in Peking mit Nordkoreas Machthaber Kim zusammengetroffen
Chinas Staatschef Xi Jinping ist am Donnerstag zu bilateralen Gesprächen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Peking zusammengetroffen. Wie der chinesische Staatssender CCTV berichtete, führte Xi die Gespräche mit Kim in der Großen Halle des Volkes. Am Tag zuvor hatte Kim an der Seite Xis und des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Militärparade anlässlich des 80. Jahrestages der Kapitulation Japans zum Ende des Zweiten Weltkriegs teilgenommen.
Kim, der nur selten ins Ausland reist, war aus Pjöngjang mit dem Zug angereist, um an der Parade teilzunehmen. Pekings wachsendes militärisches Gewicht und ein atomar bewaffnetes Nordkorea werden von anderen Staaten der Region zunehmend als Bedrohung angesehen.
China ist Nordkoreas wichtigster Verbündeter, die engen Beziehungen beider Länder reichen bis zum Koreakrieg in den 1950er Jahren zurück, als chinesische Soldaten an der Seite der nordkoreanischen Streitkräfte kämpften. Peking unterstützt das international sanktionierte Land nach wie vor wirtschaftlich und politisch.
Das chinesische Außenministerium hatte zuvor erklärt, die Gespräche würden "einen intensiven Meinungsaustausch" über die Beziehungen zwischen beiden Ländern sowie "über Fragen von gemeinsamem Interesse" umfassen. China sei "bereit, mit der DVRK zusammenzuarbeiten, um die strategische Kommunikation zu stärken (und) den Erfahrungsaustausch in der Regierungsführung zu vertiefen", sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun unter Verwendung der Abkürzung für die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK).
Die Führung in Peking verteidigte am Donnerstag zudem ihre Entscheidung, die Staatschefs Russlands und Nordkoreas zu der Militärparade eingeladen zu haben. Es gehe darum, "gemeinsam mit friedliebenden Ländern und Völkern die Geschichte zu bewahren, das Andenken an die Märtyrer zu würdigen, Frieden wertzuschätzen und die Zukunft zu gestalten", sagte der Außenamtssprecher. "Chinas Ausbau diplomatischer Beziehungen mit anderen Ländern richtet sich niemals gegen Dritte", fügte er hinzu.
Der Sprecher reagierte damit auf die Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der Xi, Putin und Kim am Mittwoch vorgeworfen hatte, sich gegen die USA zu verschwören. An Xi gerichtet schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social: "Richten Sie Wladimir Putin und Kim Jong Un meine herzlichsten Grüße aus, während Sie gegen die Vereinigten Staaten von Amerika konspirieren." Kreml-Berater Juri Uschakow erklärte daraufhin, er gehe davon aus, dass dies ironisch gemeint gewesen sei.
Deutlich schärfere Worte fand Peking dagegen für die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, die den Auftritt von Xi, Putin und Kim am Mittwoch als Versuch gewertet hatte, eine anti-westliche "neue Weltordnung" aufzubauen. Die Äußerungen der EU-Vertreterin seien "voller ideologischer Voreingenommenheit", sagte Guo. Sie ließen "grundlegende historische Kenntnisse vermissen und schüren unverhohlen Konfrontation und Konflikt", sagte er.
B.Torres--AT