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Russland setzt Angriffe auf Ukraine unvermindert fort - Mindestens zwei Tote
Auch nach dem Vorstoß des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für neue direkte Gespräche mit Moskau hat Russland seine Angriffe auf die Ukraine mit unverminderter Härte fortgesetzt. Selenskyj verurteilte die Attacken mit Drohnen und Raketen mit landesweit mindestens zwei Toten am Montag als "Angriff auf die Menschlichkeit". Er teilte mit, dass es zudem mindestens 15 Verletzte gegeben habe, darunter ein zwölfjähriger Junge.
Den ukrainischen Behörden zufolge waren in der Hauptstadt Kiew sechs Stadtteile Ziele der neuen russischen Angriffe. Demnach wurden in der Nacht zum Montag unter anderem Wohngebäude, ein Supermarkt und ein Kindergarten getroffen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah neben Schäden an mehreren Gebäuden auch auf den Straßen verteilte Trümmerteile und zersplittertes Glas.
Weitere russische Angriffe wurden nach Selenskyjs Angaben zudem aus der westukrainischen Region Iwano-Frankiwsk sowie den ostukrainischen Regionen Charkiw und Sumi gemeldet. Nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr setzte Moskau insgesamt 450 Drohnen und Raketen ein.
Noch während die Rettungskräfte in Kiew die Trümmer nach weiteren Opfern durchkämmten, traf der französische Außenminister Jean-Noëll Barrot zu einem zweitägigen Solidaritätsbesuch in der ukrainischen Hauptstadt ein. Geplant waren unter anderem Treffen mit Barrots ukrainischem Kollegen Andrij Sybiga, mit Selenskyj sowie der neuen ukrainischen Regierungschefin Julia Swyrydenko.
Bei einem Besuch der ebenfalls beschädigten zentralen U-Bahn-Station Lukjaniwka verurteilte Barrot die neuen nächtlichen russischen Angriffe scharf. "Die Schutzräume selbst sind nicht mehr völlig sicher, da die Metrostation hinter mir, die als Schutzraum für die Kiewer Bevölkerung genutzt wird, angegriffen wurde", sagte er. Dies geschehe ungeachtet der jüngsten Erklärung Selenskyjs, in der er "die Bereitschaft der Ukraine zu neuen Verhandlungen mit Russland zeigt".
Der ukrainische Staatschef hatte am Wochenende vorgeschlagen, dass es in den kommenden Tagen neue Gespräche zwischen Kiew und Moskau geben solle. Zugleich bekräftigte er seine Bereitschaft zu einem persönlichen Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin.
Th.Gonzalez--AT