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Moskau und Minsk hoffen auf bessere Beziehungen zu Washington
Russland und das mit ihm verbündete Belarus hoffen auf bessere Beziehungen zu den USA. Dies machten beide Länder am Freitag in Glückwunschschreiben zum Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten deutlich. Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte dabei in einem Telegramm an seinen US-Amtskollegen Marco Rubio die Hoffnung auf "eine positive Stabilität und Berechenbarkeit" in den künftigen Beziehungen.
"Ich hoffe, dass die Beziehungen zwischen unseren Ländern (...) durch unsere gemeinsamen Anstrengungen eine positive Stabilität und Berechenbarkeit erlangen werden, die auf gegenseitigem Respekt und der Berücksichtigung gegenseitiger nationaler Interessen beruhen, die durch Geschichte, Geographie und die Realitäten vor Ort vorgegeben sind", erklärte Lawrow. Zugleich wünschte er den US-Bürgerinnen und -Bürgern viel Erfolg "bei der Realisierung des traditionellen amerikanischen Traumes".
Der russische Außenminister äußerte sich einen Tag nach einem Telefonat zwischen den Staatschefs beider Länder. Danach hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass er in dem Gespräch mit Wladimir Putin "überhaupt keine Fortschritte" mit Blick auf den Ukraine-Konflikt erzielt habe. Er sei "nicht glücklich" über die anhaltenden Kämpfe, fügte Trump hinzu.
Es war das sechste Telefonat beider Präsidenten seit Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus im Januar. Putin bekräftigte nach Angaben aus Moskau in dem Gespräch, dass Russland seine Ziele in der Ukraine nicht aufgeben werde. Zugleich zeigte er sich demnach offen für eine Fortsetzung der Verhandlungen mit der Ukraine.
Einer der engsten Verbündeten Putins ist der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko, dessen Land politisch und wirtschaftlich von Russland abhängig und vom Westen mit Sanktionen belegt ist. Er sprach sich in seinem Glückwunschschreiben zum US-Unabhängigkeitstag für eine Normalisierung der Beziehungen aus.
"Während Ihrer ersten Präsidentschaft haben Minsk und Washington den Weg der Normalisierung der Beziehungen eingeschlagen", schrieb Lukaschenko an Trump. "Leider ist die belarussisch-amerikanische Zusammenarbeit irgendwann von dieser positiven Linie abgekommen." Dies entspreche "weder den nationalen Interessen unserer Länder noch unserer Völker", erklärte Lukaschenko. "Es ist Zeit, das zu ändern."
W.Morales--AT