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Vier Tatverdächtige nach transphobem Angriff in Berlin-Neukölln identifiziert
Rund einen Monat nach einem transfeindlichen Angriff in Berlin-Neukölln hat die Polizei vier Tatverdächtige ermittelt. Am Donnerstagmorgen wurden die Wohnungen der Männer im Alter zwischen 18 und 21 Jahren in den Berliner Stadtteilen Adlershof, Altglienicke, Bohnsdorf sowie im brandenburgischen Eisenhüttenstadt durchsucht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Die Beamten beschlagnahmten unter anderem Mobiltelefone.
Bei dem Angriff am 30. Mai waren zwei 27-jährige Transmenschen angegriffen und geschlagen worden. Sie wollten am Abend am Neuköllner Hermannplatz in eine U-Bahn einsteigen, als einer der beiden unvermittelt von einem Mann bespuckt und mit Wasser übergossen wurde. Der Angreifer befand sich demnach in Begleitung zweier weiterer Männer in der Bahn. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige aus der Bahn und aus dem U-Bahnhof.
Die beiden Transmenschen liefen ihm laut Polizei hinterher, bis er in einer Straße in einem Gebäude verschwand. Als seine Begleiter dann ebenfalls nachkamen, soll er aus dem Gebäude herausgekommen und mit einem der anderen Männer die Transmenschen geschlagen und verletzt haben. Anschließend flüchteten die Verdächtigen.
Einer der beiden angegriffenen Menschen erlitt eine stark blutende Kopfverletzung, der andere klagte über Kopfschmerzen. Polizeibeamte versorgten den verletzten Transmenschen gemeinsam mit einer zufällig am Ort anwesenden Ärztin, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Begleitung wurde den Polizeiangaben zufolge vor Ort medizinisch versorgt.
Die Tatverdächtigen wurden laut Polizei unter anderem mit einer Gesichtserkennungssoftware und sogenannten Super-Recognizern identifiziert. Super-Recognizer sind Menschen, die Gesichter überdurchschnittlich gut auch unter schlechten Bedingungen oder nach großen Zeitabständen wiedererkennen können.
F.Ramirez--AT