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Strack-Zimmermann ruft FDP vor Bundesparteitag zu Geschlossenheit auf
FDP-Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre Partei im Vorfeld ihres Bundesparteitags zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung aufgerufen. "Alle in der Partei sind aufgefordert, sich einzubringen, nur so können wir erfolgreich sein", sagte Strack-Zimmermann dem "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe). Sie selbst wolle nicht für das Amt der Co-Vorsitzenden kandidieren.
Trotz des herben Rückschlags bei der Bundestagswahl im Februar glaubt Strack-Zimmermann nicht an ein Verschwinden ihrer Partei. "Ich verspreche Ihnen, Sie werden von uns hören", sagte sie dem "Tagesspiegel".
Damit die FDP wieder zurück in die Bundespolitik findet, braucht es laut der EU-Abgeordneten mehr als sich allein mit Kritik an anderen Parteien zu profilieren. Die FDP könne nicht "nur vor anderen warnen", sagte Strack-Zimmermann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgabe). Die Partei müsse den Wählern Vorschläge liefern. "Wir müssen uns den aktuellen Themen stellen und konkrete Antworten geben."
Indes warnte der Vorsitzende der FDP Niedersachsen, Konstantin Kuhle, seine Partei vor einer Radikalisierung. "Ich will, dass die FDP eine Gestaltungspartei der Mitte ist und keine bürgerliche Protestpartei, die jedes Mal zusammenbricht, wenn sie Kontakt mit der Realität hat", sagte er dem Nachrichtenportal "Web.de News" (Freitagsausgabe). Er sehe die FDP als optimistische Reformpartei. "Was uns jetzt nicht hilft, sind Debatten, ob die FDP linker oder rechter werden soll", sagte Kuhle.
Für Liberale seien autoritäre Politiker wie etwa US-Präsident Donald Trump oder Abgeordnete der AfD keine Vorbilder. Stattdessen solle sich seine Partei an positiven Beispielen orientieren, etwa an Polen oder Kanada, in denen sich liberale Parteien durchgesetzt hätten.
Am Freitagvormittag beginnt der Bundesparteitag der FDP in Berlin. Auf dem Programm des zweitägigen Treffens steht eine personelle und programmatische Neuaufstellung nach dem historisch schlechtesten Ergebnis bei einer Bundestagswahl und dem zweiten Ausscheiden aus dem Parlament in ihrer Geschichte. Parteichef Christian Lindner tritt nach knapp zwölf Jahren an der Spitze der FDP ab, designierter Nachfolger ist der ehemalige Bundestagsfraktionschef Christian Dürr.
M.King--AT