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Demokratischer US-Senator trifft in El Salvador irrtümlich abgeschobenen Migranten
Der demokratische US-Senator Chris Van Hollen hat nach eigenen Angaben bei einem Besuch in El Salvador den irrtümlich dorthin aus den USA abgeschobenen Migranten Kilmar Ábrego García getroffen. Das "Hauptziel" seiner Reise sei es gewesen, Kilmar zu treffen, schrieb Van Hollen am Donnerstag im Onlinedienst X. "Heute Abend hatte ich diese Chance."
Dazu veröffentlichte er ein Foto, das ihn offensichtlich an einem Restauranttisch sitzend mit Ábrego García zeigt. Der 29-jährige Salvadorianer ist mit einem karierten Hemd bekleidet und trägt ein Baseballmütze. Auf dem Tisch vor ihm stehen offenbar eine Tasse Kaffee und mehrere Gläser mit Wasser. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten werde er "einen vollständigen Bericht" vorlegen, fügte Van Hollen hinzu.
Van Hollen ist Senator für den US-Bundesstaat Maryland, wo Ábrego García lebte. Vor seinem Abflug nach El Salvador am Mittwoch hatte der Senator erklärt, er hoffe, er werde "die Chance haben, Kilmar tatsächlich zu sehen und seinen Zustand zu sehen". Er hoffe zudem, Vertreter der salvadorianischen Regierung zu treffen.
El Salvadors Staatschef Nayib Bukele schrieb seinerseits am späten Donnerstagabend auf X, dass Ábrego García "mit Senator Van Hollen im Tropenparadies von El Salvador Margaritas schlürft". "Nun, da seine Gesundheit bestätigt wurde, wird ihm die Ehre zuteil, in El Salvadors Gewahrsam zu bleiben", erklärte Bukele in einem weiteren Beitrag.
Van Hollen hatte vor seinem Abflug betont, bei seiner Reise gehe es ihm um "Rechtsstaatlichkeit". Wenn die USA diese abschaffe, "ist es ein kurzer Weg von dort zur Tyrannei", warnte Van Hollen.
Der Fall Ábrego García macht den wachsenden Konflikt zwischen der Regierung von US-Präsident Donald Trump und der US-Justiz deutlich. Ábrego García war einer von mehr als 250 Migranten, die am 15. März nach El Salvador abgeschoben und dort in einem berüchtigten Gefängnis inhaftiert wurden. Der salvadorianische Staatsbürger ist mit einer US-Bürgerin verheiratet.
Nach Trumps Worten handelt es sich bei ihm um "ein Mitglied der MS-13-Bande" und "einen ausländischen Terroristen aus El Salvador". Ábrego Garcías Familie hat jedoch immer wieder seine Unschuld beteuert.
Die Trump-Regierung gab nach seiner Abschiebung vor Gericht zu, dass die Abschiebung das Ergebnis eines "Verwaltungsfehlers" gewesen sei.
Der Oberste Gerichtshof der USA wies die Regierung schließlich vergangene Woche an, sich für Ábrego Garcías Freilassung aus dem Gefängnis in El Salvador und für seine Rückkehr in die USA einzusetzen. Die Trump-Regierung lehnt dies aber ab.
A.Ruiz--AT