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Lemke drängt auf schnellere Rückholung von Atommüll aus der Asse
Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) drängt auf eine schnellere Rückholung des Atommülls aus dem maroden Atommülllager in der Asse. "Man muss mit Hochdruck daran weiter arbeiten, dass der Müll rauskommt, das hat man den Menschen vor Ort versprochen", sagte sie am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk (BR). Es erfülle sie mit Sorge, dass seit einigen Monaten verstärkt Wasser in das einstige Salzbergwerk eindringe.
Es sei keine akute Katastrophensituation, betonte Lemke. Sie wolle aber mit der Bundesgesellschaft für Endlagerung über eine Beschleunigung der Rückholung reden. Die Ministerin will die Schachtanlage in Niedersachsen am Nachmittag besuchen.
In dieser liegen in 13 Kammern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen, die dort vor etwa 50 Jahren eingelagert wurden. Das niedersächsische Umweltministerium hatte dem NDR Ende Mai bestätigt, dass wahrscheinlich "täglich mehrere Kubikmeter Salzlösung in tiefere Bereiche des Grubengebäudes" liefen. Dort lagert der überwiegende Teil der radioaktiven Abfälle. Diese sollten eigentlich laut einem Beschluss des Bundestages von 2013 längst aus dem Bergwerk geborgen werden, was bisher aber nicht geschah. Als mögliches Startdatum für die Bergung gilt nun das Jahr 2033.
Die Rückholung sei eine unglaublich schwierige Aufgabe, sagte Lemke dem BR: "Das ist weltweit noch nie gemacht worden, solchen Atommüll wieder rauszuholen. Auch wenn es schwach und mittelradioaktiver Müll ist – dort sind auch giftige Stoffe mit dabei."
Lemke betonte, dass ein neuer Schacht gebaut und geklärt werden müsse, wohin der Müll gebracht werde. Deswegen sei 2033 als Zielmarke festgelegt worden.
P.Hernandez--AT