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Haftstrafen für mutmaßliche Komplizen der Paris-Attentäter gefordert
Im Brüsseler Prozess gegen mutmaßliche Komplizen der Paris-Attentäter vom November 2015 hat die Staatsanwaltschaft mehrjährige Haftstrafen gegen zwei der Angeklagten gefordert. Laut dem Plädoyer vom Freitag soll Youssef B. für fünf Jahre in Haft, Sammy D. für zwei Jahre. Beide sind in Abwesenheit angeklagt - die Ermittler gehen davon aus, dass sie bereits vor einigen Jahren in Syrien ums Leben kamen.
Sammy D. wird vorgeworfen, eine führende Rolle bei der Durchführung der Attentate gespielt zu haben - er hatte bereits im Juni 2021 eine 13-jährige Haftstrafe erhalten. Youssef B. ist der "Teilnahme an Aktivitäten einer Terrorgruppe" angeklagt, nachdem er bereits im Februar 2021 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war.
Die beiden Männer gehören zu insgesamt 14 Angeklagten, die in Brüssel vor Gericht stehen. Die Helfershelfer sollen die Paris-Attentäter vor oder nach den Angriffen in der französischen Hauptstadt größtenteils von Belgien aus unterstützt haben, indem sie diesen als Fahrer dienten, Unterkünfte bereitstellten oder falsche Papiere besorgten.
Islamistische Terrorkommandos hatten am 13. November 2015 in Paris insgesamt 130 Menschen getötet und rund 350 weitere verletzt. Der einzige überlebende Attentäter Salah Abdeslam steht derzeit in Paris vor Gericht. Ihm droht lebenslange Haft.
T.Sanchez--AT