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Tausende bei Wahlkampfveranstaltung der Opposition in Venezuela
Drei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela haben tausende Menschen an einer Wahlkampfveranstaltung der Opposition teilgenommen. Die Menschen versammelten sich am Samstag in Barinas, der Heimatstadt des verstorbenen früheren linksnationalistischen Präsidenten Hugo Chavez. "Sie dachten, sie könnten uns brechen", rief Oppositionsführerin María Corina Machado der Menge zu. "Was wir heute erleben, ist Magie, es ist außergewöhnlich."
Der Oppositions-Präsidentschaftskandidat Edmundo Gonzalez Urrutia versprach seinen Anhängern einen politischen Wandel und einen Kampf gegen die Korruption.
In Venezuela wird am 28. Juli ein neuer Präsident gewählt. Der umstrittene linksnationalistische Präsident Nicolás Maduro, der seit elf Jahren im Amt ist, strebt eine dritte Amtszeit an. Seine Hauptkonkurrentin Machado wurde von der Kandidatur ausgeschlossen.
Die elf Jahre unter Präsident Maduro sind gekennzeichnet durch westliche Sanktionen, wirtschaftlichen Zusammenbruch und Vorwürfe verbreiteter Repression. Millionen Menschen flohen aus dem Land.
Zahlreiche europäische Staaten, die USA und die Opposition hatten die Wiederwahl Maduros im Jahr 2018 nicht anerkannt. Daraufhin erklärte sich der damalige oppositionelle Parlamentspräsident Juan Guaidó zum Interimspräsidenten. Maduro konnte sich jedoch mit Unterstützung des Militärs weiter an der Macht halten.
Polizisten filmten bei der Wahlkampfveranstaltung am Samstag Teilnehmer und Journalisten. Nach Angaben der Opposition wurden in den vergangenen Wochen 46 Menschen im Zusammenhang mit dem Wahlkampf festgenommen, darunter neben Oppositionsaktivisten auch Menschen, die den Wahlkämpfern lediglich Hotelzimmer vermietet oder Restaurantessen verkauft hatten.
E.Hall--AT