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Argentiniens ultrarechte Regierung schließt staatliche Nachrichtenagentur Telam
Die Regierung des ultrarechten argentinischen Präsidenten Javier Milei hat die staatliche Nachrichtenagentur Telam geschlossen und eine Agentur für staatliche "Propaganda" daraus gemacht. Die 1945 gegründete Nachrichtenagentur mit ihren mehr als 700 Mitarbeitern werde "nicht länger so arbeiten, wie sie ursprünglich gegründet wurde", hieß es am Montag (Ortzeit) in einer Mitteilung der Regierung in Buenos Aires.
Telam wurde in Agentur für Staatswerbung (APE) umbenannt und soll sich nun den Angaben zufolge um "die Entwicklung, Produktion, das Marketing und den Vertrieb von nationalem und/oder internationalem Werbematerial kümmern".
Im Zuge der drastischen Haushaltskürzungen unter Milei war der Betrieb der Nachrichtenagentur Telam im März bereits ausgesetzt worden. Die Regierung hatte dies damit begründet, dass bei einem Weiterbetrieb Millionenverluste drohten.
Die zuständige Gewerkschaft kritisierte die nun vollzogene Schließung von Telam als Angriff auf die Meinungsfreiheit. "Wir setzen unseren Kampf fort, um die Arbeitsplätze und die soziale Rolle staatlicher Medien zu verteidigen, die diese Regierung zerstören will", hieß es in einer Erklärung. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hatte im Mai in ihrem Pressefreiheit-Ranking die Lage in Argentinien hervorgehoben und die von Milei geplante Schließung von Telam als "besorgniserregenden symbolischen Akt" kritisiert.
W.Moreno--AT