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Luxusautos nach Russland geliefert: Razzia bei Autohändlern in Rheinland-Pfalz
Der Zoll ist mit einer Razzia gegen Autohändler in Rheinland-Pfalz vorgegangen, die trotz Verbots Luxusautos nach Russland geliefert haben sollen. Im Fokus stehen mehrere freie Autohändler aus der südlichen Vorderpfalz, wie das Zollfahndungsamt im nordrhein-westfälischen Essen am Donnerstag mitteilte. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern wirft den Autohändlern demnach rund 190 Ausfuhren in Millionenhöhe vor. Der Essener Zoll ermittelte zuvor.
Den Angaben zufolge wurden am Mittwoch sieben Geschäfts- und Privaträume im rheinland-pfälzischen Germersheim durchsucht. Den Autohändlern wird wegen der Ausfuhr "hochpreisiger Fahrzeuge" nach Russland gewerbsmäßiger Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen, wie es weiter hieß. Wegen eines EU-Embargos dürfen solche Autos nicht nach Russland geliefert werden.
Die Verdächtigen sollen dabei den deutschen Behörden vorgetäuscht haben, dass es sich um Auslieferungen in russische Nachbarländer handeln würde - darunter Kasachstan, Kirgistan, Belarus oder die Türkei.
Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt. Bei dem Hauptbeschuldigten wurden unter anderem mehrere Konten gepfändet und Bargeld beschlagnahmt. Gegen ihn war ein Vermögensarrest von über viereinhalb Millionen Euro erwirkt worden. Bei der Razzia waren 60 Zollbeamte im Einsatz.
E.Hall--AT