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Gasversorgung: EU-Rechnungshof warnt vor Lücken
Trotz einer reduzierten Abhängigkeit von Russland hat der EU-Rechnungshof vor möglichen Lücken bei der Gasversorgung in der Europäischen Union gewarnt. Für den Fall einer erneuten Gaskrise müsse die EU "noch etliche Hausaufgaben erledigen", heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des Rechnungshofs mit Sitz in Luxemburg. Insbesondere sei nun die Abhängigkeit von importiertem Flüssigerdgas (LNG) gestiegen.
Zwar habe die EU seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine 2022 die Abhängigkeit von Russland abgebaut. "Angesichts ihrer Abhängigkeit von Gas aus dem Ausland wird die EU nie einfach die Hände in den Schoß legen können, wenn es um die Versorgungssicherheit geht", erklärte jedoch der am Rechnungshof zuständige Prüfer João Leão.
Die Prüfer kritisieren in ihrem Bericht auch eine mangelnde "Solidarität" unter den EU-Ländern. Einige der 27 Staaten planen demnach, im Notfall ihre Gaslieferungen an die Nachbarn zu kappen. "Die Konsumenten haben für den Fall eines künftigen größeren Engpasses keine Garantie, dass die Preise bezahlbar bleiben", urteilte Leão.
Der Gaspreis hatte in der EU im August 2022 einen Höchststand von 339 Euro pro Megawattstunde erreicht, inzwischen ist er auf weniger als 40 Euro pro Megawattstunde gesunken.
E.Hall--AT