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Kampfeinsätze in Syrien: Prozess gegen Mann in Düsseldorf begonnen
Wegen Kampfeinsätzes für eine Islamistengruppe im syrischen Bürgerkrieg muss sich seit Freitag ein Mann vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor. Der 46-Jährige soll sich zwischen August 2012 und Januar 2014 in der als salafistisch eingestuften syrischen Gruppe Ahrar al-Scham und in deren Vorgängerorganisation engagiert haben.
Laut der Anklage beteiligte sich der Deutsch-Marokkaner in Syrien in drei Fällen an militärischen Handlungen der verbotenen Vereinigung. Die Ahrar al-Scham nahm in dem Bürgerkrieg eine führende Rolle im Kampf gegen die Regierung von Staatschef Baschar al-Assad ein.
Der Angeklagte soll dabei unter anderem mit einem Sturmgewehr und einer Maschinenpistole bewaffnet gewesen. Bereits in Deutschland soll er sich militärische Ausrüstung beschafft haben. Zudem sei er 2013 an der Beschaffung von 1500 Jacken für die Ahrar al-Scham beteiligt gewesen, hieß es in der Anklage weiter.
Zum Auftakt wurde einer Gerichtssprecherin zufolge die Anklage verlesen. Der Angeklagte habe danach angegeben, sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Der Mann befindet sich derzeit auf freiem Fuß. Das Gericht setzte für das Staatsschutzverfahren mehrere Verhandlungstage bis Ende Juli fest.
W.Morales--AT