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Selenskyj hofft bei Konferenz in der Schweiz auf "gerechten Frieden"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zu Beginn einer zweitägigen Ukraine-Konferenz in der Schweiz seine Hoffnung auf einen "gerechten Frieden" zum Ausdruck gebracht. "Ich glaube, dass hier auf dem Gipfel Geschichte geschrieben wird", sagte Selenskyj am Samstag im Luxus-Ressort Bürgenstock am Vierwaldstädter See und fügte hinzu: "Möge so bald wie möglich ein gerechter Frieden geschaffen werden."
Alles, was bei diesem internationalen Treffen vereinbart werde, sei "Teil des friedensstiftenden Prozesses", sagte Selenskyj weiter. "Es ist uns gelungen, der Welt die Idee wieder nahe zu bringen, dass gemeinsame Anstrengungen den Krieg beenden und einen gerechten Frieden schaffen können."
An der Ukraine-Friedenskonferenz nehmen Vertreter aus insgesamt 92 Ländern teil, darunter zahlreiche Staats- und Regierungschefs. Für die USA ist Vize-Präsidentin Kamala Harris gekommen. Unter den ersten angekommenen Teilnehmern waren auch der argentinische Präsident Javier Milei sowie die Präsidenten der Fidschi-Inseln und Ecuadors. Russland wurde nicht zu dem Treffen eingeladen, auch China ist nicht in der Schweiz vertreten.
Die Schweizer Bundespräsidentin Viola Amherd sagte, dass weitere Konferenzen geplant seien, an denen auch Russland teilnehmen könne. "Wir werden hier auf dem Bürgenstock nicht den Frieden für die Ukraine aushandeln oder gar verkünden können", betonte sie. Vielmehr sollten der "Prozess für einen gerechten und dauerhaften Frieden" angestoßen sowie konkrete Schritte in diese Richtung unternommen werden. "Wir können den Boden für direkte Gespräche zwischen den Kriegsparteien bereiten, dafür sind wir hier", sagte Amherd.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte vor seiner Abreise in die Schweiz, die "ganz große Frage" stehe bei diesem Treffen noch nicht an. Allerdings könne aus dieser ersten Konferenz mehr entwickelt werden, das dann bei weitere Treffen und "möglicherweise mit Russland zusammen" vorangetrieben werden könne.
Das Treffen in der Schweiz findet unmittelbar im Anschluss an den G7-Gipfel in Italien statt, bei dem die Staats- und Regierungschefs der Ukraine ihre anhaltende Unterstützung und 50 Milliarden Dollar als Kredithilfe zugesagt hatten.
M.White--AT