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Nato will härter gegen russische Agenten vorgehen
Nach Sabotageakten und Hackerangriffen unter anderem in Deutschland will die Nato härter gegen mutmaßliche russische Geheimagenten vorgehen. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte am Donnerstag am Rande eines Verteidigungsministertreffens in Brüssel, die Verbündeten prüften "strengere Beschränkungen" gegen Vertreter Russlands, die für die Geheimdienste arbeiten sollen.
"Es gab mehrere Beispiele für Sabotage, Brandstiftung, Versuche von Cyberangriffen und Desinformation", sagte Stoltenberg. Dahinter stecke eine "feindliche" russische Kampagne gegen Nato-Verbündete.
Nach seinen Worten berieten die Verteidigungsminister über einen engeren Informationsaustausch, einen verbesserten Schutz wichtiger Infrastruktur und "strengere Beschränkungen für russische Geheimagenten im gesamten Bündnis".
Die Bundesregierung hatte Russland Anfang Mai für Hackerangriffe auf die SPD und deutsche Unternehmen verantwortlich gemacht und Moskau eine Kriegsführung "auf allen Ebenen" vorgeworfen.
Polen kündigte an, die Bewegungsfreiheit russischer Diplomaten einzuschränken. Zuvor waren mehrere Auslandsvertreter verhaftet worden, die im Auftrag der russischen Sicherheitsdienste Sabotageakte geplant haben sollen. Auch in Tschechien, den Baltenländern und Großbritannien ermitteln die Behörden gegen russische Staatsbürger.
Offizielle Stellen vermuten dahinter die Absicht, Zwietracht unter den Nato-Verbündeten zu säen, damit sie ihre Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen. "Die Aktionen Russlands werden uns nicht davon abhalten, die Ukraine zu unterstützen", versicherte Stoltenberg.
E.Rodriguez--AT